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Viele Autos sind derzeit auf dem Blücherplatz unterwegs. Während die einen den Platz verkehrsberuhigen möchten, wollen andere den Autoverkehr weiterhin erlauben. Neue Ideen und Vorschläge sollen Fachleute liefern. - © Karin Wessler
Viele Autos sind derzeit auf dem Blücherplatz unterwegs. Während die einen den Platz verkehrsberuhigen möchten, wollen andere den Autoverkehr weiterhin erlauben. Neue Ideen und Vorschläge sollen Fachleute liefern. | © Karin Wessler

Spenge Kreative Vorschläge erwartet

Stadtentwicklungsausschuss: Spenger Kommunalpolitiker diskutieren über Neugestaltung des Blücherplatzes. Ratsbeschluss soll trotz zeitlicher Verschiebung umgesetzt werden

Karin Wessler
26.04.2018 | Stand 25.04.2018, 16:18 Uhr

Spenge. Der Blücherplatz muss umgestaltet und aufgewertet werden, darin sind sich die Spenger Kommunalpolitiker einig. Nur über das „wie" gibt es weiterhin Diskussionen, so auch in der jüngsten Sitzung des Umwelt- und Stadtentwicklungsausschusses. Die Verwaltung hatte das Thema noch einmal auf die Tagesordnung gehoben, da sich zuletzt Änderungen zur bisherigen Planung ergeben hatten. Bezirksregierung rudert zurück Der Stadtrat hatte im Juli mehrheitlich beschlossen, für den Stadtkern Spenge einen gemeinsamen Antrag auf Fördergelder aus dem Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) für einen Wettbewerb und die Ausführungen für das Jahr 2018 zu beantragen. Bei der Vorbereitung der Antragstellung gab es neue Erkenntnisse. „Es hatte im Vorfeld abstimmende Gespräche mit der Bezirksregierung gegeben, die ist nun aber zurück gerudert", machte Bürgermeister Bernd Dumcke deutlich. Die Bezirksregierung hat nun Einwände – Zuschüsse für beide Projekte sollten getrennt beantragt werden. „Eine gebündelte Antragstellung ist nun doch nicht genehmigungsfähig." Aktuell würden Gelder für den freiraumplanerischen Wettbewerb zur Neugestaltung beantragt, die Antragstellung für die eigentliche Umbaumaßnahme „Neugestaltung Blücherplatz" könnte daher erst für 2019 erfolgen. Aufgrund von Antragsfristen und Bewilligungszeiträumen sei damit zu rechnen, dass die Maßnahme nicht vor 2020/2021 umgesetzt werden könne, so Dumcke. Platz liegt Spengern am Herzen „Die Aufwertung des Blücherplatzes ist ein Thema, das uns allen am Herzen liegt", machte Ralf Kinnius (UWG) deutlich. „Es ist ein zentraler Platz in Spenge, für den aber mehr Aufenthaltsqualität geschaffen werden muss." Entsprechende Aufmerksamkeit sollte man dem Platz widmen und sich nicht unter Zeitdruck setzen lassen. Von findigen Planern erhoffe er sich gute Ideen und kreative Vorschläge für die Umgestaltung. Im übrigen habe der Rat einen Beschluss gefasst, den es nun umzusetzen gelte. Gegen diesen Beschluss sprach sich, wie schon im vergangenen Jahr, die CDU aus. Gemeinsam mit den Bürgern, so ihre Idee, soll über die Umgestaltung diskutiert werden. Das geplante Verfahren sei zu teuer, bringe möglicherweise nicht die erhofften Impulse und es gebe noch „andere Brennpunkte in Spenge", wie Reinhold Hübers sagte. „Auch wenn es Fördermittel für das Projekt gibt, so ist der Eigenanteil, den die Stadt zu zahlen hat, immer noch hoch." Wie laufen die Verkehrsstöme? Laut Hans-Jürgen Fischer (SPD) und André Schröder (Grüne) erhoffe man sich frische Ideen und Hilfestellungen für eine funktionsgerechte Umgestaltung – nicht zuletzt durch einen Blick von außen. „Bei neuen Planungen ist es sicher gut, den gesamten Verkehrsfluss durch Spenge im Auge zu haben", sagte Kinnius. Ralf Sieker (UWG) ergänzte: „Die Fachplaner wissen, wie die Verkehrsströme laufen und wie damit umzugehen ist." Über ISEK habe man eine gute Möglichkeit, den Platz unter Einbeziehung der Bürger intelligent zu gestalten.

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