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Franziska, Jamie, Lukas und Florian (v. l.) von der Regenbogen-Gesamtschule. - © Mareike Patock
Franziska, Jamie, Lukas und Florian (v. l.) von der Regenbogen-Gesamtschule. | © Mareike Patock

Spenge Narzissenfest unter widrigen Bedingungen

11. Auflage: Bei der Veranstaltung an der Werburg war alles ein wenig anders als zuvor – dafür sorgten Tiefsttemperaturen und eisiger Wind

Mareike Patock
18.03.2018 | Stand 18.03.2018, 18:12 Uhr |

Spenge. Mit dem Narzissenfest Ende März will die Gruppe „Spenge blüht auf" eigentlich jedes Jahr den Frühling einläuten. Beim Narzissenfest an diesem Sonntag ist jedoch alles ein bisschen anders. Auf der Wiese zwischen Herrenhaus und Werburger Scheune – wo sich die Festbesucher sonst Kaffee und Kuchen an langen Tafeln schmecken lassen – liegt Schnee und ein eisiger Wind fegt über das Gelände. Die Getränkestände vor der Scheune bleiben darum geschlossen und die meisten Außenaktionen auf dem Werburg-Gelände sind abgesagt. „Eigentlich begrüßen wir hier ja immer das Frühjahr – aber diesmal müssen wir wohl eher den Winter verabschieden", scherzt Bürgermeister Bernd Dumcke bei der Eröffnung. Und dennoch: Trotz der widrigen Wetterbedingungen haben die Organisatoren das Beste aus dem Fest gemacht. Blumen in der Scheune verkauft Die Regenbogen-Gesamtschule zum Beispiel hat ihren Blumen-Verkauf kurzerhand in die Werburger Scheune verlegt. „Wir haben Narzissen und Tulpen im Angebot, aber auch Bellies oder Hyazinthen – aber am besten laufen die Narzissen und die Tulpen", berichtet Fünftklässlerin Franziska, die beim Blumenverkauf hilft. Der Ansturm auf die Frühlingsblüher ist groß. Vielleicht auch, weil sich draußen bislang nur ein paar schüchterne Krokusse aus der Erde gewagt haben – von blühenden Narzissen allerdings keine Spur. Ein paar Meter neben dem Blumenstand hilft Wolf-Dieter Fißenebert beim Getränke-Ausschank, der ebenfalls in die Scheune verlagert wurde. Heißgetränke waren sehr gefragt Kühles Bier sei in diesem Jahr allerdings weniger gefragt, berichtet er. Der Renner sei vielmehr heißer Punsch – wie auf dem Weihnachtsmarkt. „Wir kommen kaum hinterher mit dem Ausschenken", scherzt Fißenebert, füllt einen weiteren Becher mit dem Heißgetränk und reicht ihn Nicole Kottowski. Damit will sich die Spengerin noch ein wenig aufwärmen, bevor es gleich wieder raus in die Kälte geht. „Meine Tochter hat hier gleich einen Auftritt – und das will ich mir natürlich nicht entgehen lassen", sagt sie. Draußen nehmen die Kinder der Grundschule Spenge-Land schon mal Aufstellung auf der Bühne. Gleich werden sie hier mit schwungvollen Songs für gute Laune sorgen. Zuvor hatten auch schon die Kinder der Kita Sonnenland auf der Bühne gestanden. Dick eingepackt in Schnee-Anzügen und Daunenjacken hatten auch sie die Besucher mit ihren Liedern begeistert. Nistkästen für den heimischen Garten Während jetzt die Kinder der Grundschule Spenge-Land ihren ersten Song anstimmen, wird auf der Wiese vor dem Torhaus eifrig gehämmert. Bei der einzigen Außenaktion dieses Narzissenfests, die die Realschule Spenge anbietet, können Kinder einen Nistkasten bauen. Der von Malte ist schon fast fertig. Der Elfjährige muss nur noch einen letzten Nagel einschlagen. „Den hängen wir dann zuhause im Garten an einem Baum auf", berichtet er. Annegret Beckmann von der Gruppe „Spenge blüht auf" ist trotz der widrigen Umstände recht zufrieden mit dem Verlauf des Fests. „Am Dienstag hatten wir noch ein Krisengespräch, ob wir das Fest absagen sollen oder nicht", berichtet sie. „Aber es sind so viele Gruppen hier involviert – darum haben wir entschieden, wir machen es."

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