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Mit großer Glasfront: In der OGS in Lenzinghausen werden ab nächsten November 60 Kinder betreut. Zwei weitere Kinder stehen auf der Warteliste. - © Andreas Sundermeier
Mit großer Glasfront: In der OGS in Lenzinghausen werden ab nächsten November 60 Kinder betreut. Zwei weitere Kinder stehen auf der Warteliste. | © Andreas Sundermeier

Spenge OGS-Standorte werden gleich behandelt

Demnächst stehen in Lenzinghausen zwei Kinder auf der Warteliste. Bürgermeister erläutert die Finanzierung der Offen Ganztagsschulen in der Stadt Spenge

Andreas Sundermeier
10.10.2017 | Stand 09.10.2017, 15:47 Uhr

Spenge-Lenzinghausen. Lutz Bergmann ist Vater zweier Kinder und las in der NW über die Pläne, die Grundschule Spenge Hücker-Aschen zu erweitern. Sein besonderes Augenmerk liegt auf der Erweiterung der Offenen Ganztagsschule, denn eines seiner Kinder geht schon jetzt in die OGS in Lenzinghausen, das nächste folgt. Er schreibt in einer Mail: „Die OGS hier platzt zurzeit aus allen Nähten." Die Stadt kenne die Situation und verfolge seines Erachtens die Pläne weiter, „eine zentrale Ganztagsschule für ganz Spenge" einzurichten. Parallel dazu klagt auch der Koordinator der Lenzinghausener OGS, Patrick Fischer, über angespannte Platz- und Personalverhältnisse. Er sagt: „Wir haben nur zwei Toiletten für die Kinder und keine fürs Personal. Und wir sind sechs Teilzeitkräfte mit einer Stundenzahl von 8 bis 27." Derzeit besuchen 58 Kinder die OGS. „Und wir haben mit Stichtag 1. November zwei weitere sichere Anmeldungen, und das erste Mal seit Bestehen der OGS zusätzlich zwei Kinder auf der Warteliste." Die vom AWO-Bezirksverband OWL getragene OGS existiere seit über zehn Jahren. Die Situation im Betreuerteam sei angespannt. „Wenn mal irgendwas aus dem Ruder läuft, wenn einer krank ist, wenn die Hausaufgabenbetreuung sehr intensiv ist, oder wenn irgend etwas anderes passiert, dann wissen wir nicht, wie wir es schaffen sollen. Wir arbeiten schon jetzt an unseren Grenzen." "Zu kurzfristig" Das alles hatte er auch jüngst bei einem Interview mit dem WDR für die Sendung „Westpol" gesagt. Gedreht werden sollte in den Räumen der OGS. Das jedoch hatte Bürgermeister Bernd Dumcke untersagt. Auch ein Punkt, den der Vater Lutz Bergmann bemängelte. Dumcke erklärte, warum das so gelaufen war: „Meiner Ansicht nach sind die Eltern nicht ordentlich informiert worden." Es habe lediglich einen Aushang gegeben. Und zudem habe das Fernsehteam sich erst einen Tag vorher bei ihm gemeldet. Dumcke: „Ich finde das unprofessionell." Und auch der Direktor der Grundschule sei erst knapp vor dem geplanten Dreh informiert worden. „Zu kurzfristig." Das Land gibt die Regeln vor Dass es einen Aushang geben habe, bestätigte Patrick Fischer. Auch, dass er den Schulleiter Peter Bosky erst zwei Tage vor dem WDR-Besuch informiert habe. „Den Termin mit der Stadt hat aber das Fernsehteam gemacht." Die Kritik an der Ausstattung der OGS nahm Dumcke wahr, gab sie aber auch direkt an das Land weiter. Denn das gebe die Regeln vor. Ob die Stadt nicht freiwillig den Etat aufstocken dürfe? „Da sehe ich im Haushaltssicherungskonzept keine Chance", sagte Dumcke zu den „freiwilligen Leistungen". Das dürfe die Stadt gar nicht. Pädagogische Konzepte Und „selbstverständlich" kämen nach der Zuwendung an die Gesamtschule und die Grundschule Spenge/Hücker-Aschen auch die anderen beiden Grundschulstandorte in den Genuss von Förderungen. Doch sei es, sagte der Bürgermeister, hier sinnvoll, zunächst pädagogische Konzepte zu erstellen. Die bauliche und konzeptionelle Anpassung der Gebäude würde dann nach diesen Vorgaben in den nächsten Jahren folgen.

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