Geübter Sänger: Gerhard Siekmann übernahm bei mehreren Stücken der "Binnenschiffer" den Solo-Part.
Foto: Stefanie Boss - © Stefanie Boss
Geübter Sänger: Gerhard Siekmann übernahm bei mehreren Stücken der "Binnenschiffer" den Solo-Part.
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Spenge „Binnenschiffer“ boten in Spenge ein abwechslungsreiches Weihnachtskonzert

Rund 350 Zuhörer in der Stadthalle

Stefanie Boss
20.12.2016 | Stand 20.12.2016, 11:57 Uhr |

Über ein volles Haus freuten sich die „Binnenschiffer“: „Wir mussten sogar kurz vor Beginn noch Stühle dazu stellen“, berichtete Rolf Siekmann vom Eilshauser Shanty-Chor. Der gab in der Stadthalle das letzte von vier Weihnachtskonzerten in Hiddenhausen und Spenge. „Weihnachten zu Hause sein“ lautete der Titel des Programms, einer gelungenen Mischung aus klassischen Liedern, Cover-Versionen von Kosaken-Chören und sehnsuchtsvoller Seemannsstimmung. „Unser Weihnachtskonzert ist immer sehr festlich, da machen wir keinen Klamauk, maritim wird es aber dennoch“, sagte Rolf Siekmann, Pressesprecher des Shanty-Chors. Begleitet von ihrer „Sailor-Band“ und dem Klatschen des Publikums liefen die „Binnenschiffer“ ein und sangen im ersten Teil des Konzerts Lieder wie „Weihnachtszeit auf den Meeren“ und „1000 Meilen von zu Haus“. Passend gekleidet in blauen Hosen, weißen Hemden und Halstüchern mit Ankern hatten die Sänger auch die Bühne mit Fässern, Holz und Tauen maritim dekoriert. Aber auch Weihnachtssterne, Nikoläuse und Lichterketten fehlten nicht. Chorleiter Friedel Stockhecke hatte seinen Notenständer mit einer Seemannsfigur und Rettungsring geschmückt und dirigierte gewohnt schwungvoll. „Die ganze Atmosphäre hier ist einfach klasse“, fanden Anneliese und Erwin Finkemeyer. Das Ehepaar aus Wallenbrück war zum ersten Mal bei einem „Binnenschiffer“-Konzert zu Gast und will gerne wiederkommen. Im zweiten Teil des Nachmittags ging es um die Geschichte der Geburt von Jesus Christus. Im Mittelpunkt stand die „Weihnachts-Motette“, die Hermann Bergmeier mit den Sängern einstudiert hatte. „Das ist ein vierstimmiges Stück, eigentlich ungewöhnlich für einen Shanty-Chor“, erklärte Friedel Stockhecke. Bärbel Heider, die Ehefrau des „Sailor-Band“-Gitarristen Winfried Heider, steuerte – begleitet von ihrem Mann – zwei Stücke bei: Das „Weihnachts-Wiegenlied“ und „Schöne Weihnachtszeit“ aus „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“. Nach einer weiteren Pause ließen die „Binnenschiffer“ den Nachmittag ausklingen mit Stücken wie „Gebt den Kindern eine Welt“. „Das passt in die heutige Zeit, in der es viel Leid auf der Welt gibt“, sagte Rolf Siekmann und Friedel Stockhecke ergänzte: „Allein das Ansagen dieses Liedes ist sehr emotional.“ Neben dem Chor in seiner Gesamtheit zeigten auch immer wieder Solisten ihr Können: Die Soloparts übernahmen Helmut Weisgerber, Rolf Siekmann, Gerhard Siekmann, Hansi Schöpe und der Chorleiter Friedel Stockhecke. „Das klingt alles sehr gut“, meinte Werner Cwetko aus Enger. „Ich singe selbst im Chor, höre mir gerne an, was andere so machen und Shantys gefallen mir sehr.“ Beim letzten Stück – dem Medley „Es weihnachtet sehr“ – waren die knapp 350 Besucher zum Mitsingen eingeladen.

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