Hartmut Vinzelberg (v.l.), Bürgermeister Bernd Dumcke, Walter Aumüller, Landtagsabgeordnete Angela Lück, Gerd Heining, Orstvereinsvorsitzende Annegret Beckmann und Dieter Mertelsmann bei der Mitgliederversammlung der Spenger SPD im Stadtcafe. - © Kai-Sören Kerkhoff
Hartmut Vinzelberg (v.l.), Bürgermeister Bernd Dumcke, Walter Aumüller, Landtagsabgeordnete Angela Lück, Gerd Heining, Orstvereinsvorsitzende Annegret Beckmann und Dieter Mertelsmann bei der Mitgliederversammlung der Spenger SPD im Stadtcafe. | © Kai-Sören Kerkhoff

Spenge Spenger SPD ehrt treue Genossen

Zeugen der Geschichte: Ortsverein zeichnet langjährige Parteimitglieder aus. Landtagsabgeordnete Angela Lück überreicht Urkunden und Ehrennadeln

Kai-Sören Kerkhoff

Spenge. Die Spenger SPD hat Genossen für ihre langjährige Treue zur Partei ausgezeichnet. Zu diesem Anlass bekam der Ortsverein Besuch aus Düsseldorf. Die Landtagsabgeordnete Angela Lück überreichte vier Spenger Sozialdemokraten Urkunden und Ehrennadeln. Zudem zeichnete die Politikerin drei Mitglieder in Abwesenheit aus. Als erstes ehrte Lück den Schlosser und Versicherungskaufmann Rolf Koltzsch, der bei der Feierstunde nicht anwesend war. Der 88-Jährige trat vor 60 Jahren in die SPD ein, wie Lück berichtete. „Über all die Jahre hat er die Belange unserer Partei im Kreis Herford tatkräftig mitgestaltet“, sagte sie über den ehemaligen Bundestagsabgeordneten. Ebenfalls in Abwesenheit würdigte die Landtagsabgeordnete Wolfgang Mager und Renate Mager für 50 und 40 Jahre Mitgliedschaft. In ihrer Rede ließ Lück immer wieder historische Fakten einfließen. So etwa als sie Hartmut Vinzelberg und Gerhard Heining für ein halbes Jahrhundert Mitgliedschaft auszeichnete. „Was war eigentlich vor 50 Jahren?“, fragte sie in die Runde. Und Lück führte aus: „1966 zerbrach die Koalition von CDU/CSU und FDP. Die erste Große Koalition der Bundesrepublik nahm ihre Arbeit auf.“ Die SPD hatte Regierungsverantwortung In gemütlicher Runde erzählte Vinzelberg den Genossinnen und Genossen, wie er damals den Weg in die Partei fand. „In meinem Betrieb kam ich zunächst in Kontakt mit der Gewerkschaft“, erzählte er. Später zog er dann nach Spenge, wo er viele Jahre den Stadtjugendring leitete. „Und über diese Verbindung kam ich zur SPD.“ Im Spenger Rathaus war er Spezialist für den Betriebsausschuss. Als Sozialdemokrat im ländlich geprägten Wallenbrück hatte es Gerd Heining anfangs nicht immer leicht. „Mir ist es aber erspart geblieben, dass mein Scheunentor rot angemalt wurde“, witzelte er. Als Ortsvorsteher seines Heimatdorfes setzte sich der ehemalige Lehrer für die Gründung einer Gesamtschule in Spenge ein. Aber Heining ist nicht nur politisch aktiv gewesen. So leitete er viele Jahre lang den Wallenbrücker Posaunenchor. Und Lück merkte an: „Zudem engagiert er sich für den Erhalt der plattdeutschen Sprache. Das ist beachtenswert.“ Die Landtagsabgeordnete hob auch Heinings tatkräftiges Engagement für Flüchtlinge hervor. „Ich habe meinen Eintritt in die SPD mehr oder weniger Gerd Heining zu verdanken“, sagte Dieter Mertelsmann, der für 40 Jahre Mitgliedschaft ausgezeichnet wurde. Zu guter Letzt ehrte Lück einen waschechten Wiener für 25 Jahre Treue zur Spenger SPD. Allerdings trat der Österreicher Walter Aumüller bereits 1966 in die SPÖ ein. Seit 26 Jahren lebt Aumüller in Spenge, wo er den Allfrisch-Markt eröffnete. „Meine soziale Leitung des Marktes hat der Geschäftsführung in Bielefeld nicht immer gefallen“, erinnerte er sich. Spenges Alt-Bürgermeister Karl-Heinz Wiegelmann brachte ihn im Werksausschuss unter. „Er holte mich in die Spenger SPD.“ Noch heute ist der Österreicher im Stadtrat aktiv. „Ich bin überzeugter Sozialdemokrat“, stellte Aumüller klar.

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