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Enger/Spenge Frauen zeigen Flagge

Sternmarsch nach Westerenger: Gewalt gegen Frauen und Kindern thematisiert

20.11.2014 , 00:31 Uhr
Die Frauen sammelten sich vor den Rathäusern in Enger und Spenge, bevor sie zur Grundschule Westerenger zogen. - © FOTO: TOBIAS SCHREINER
Die Frauen sammelten sich vor den Rathäusern in Enger und Spenge, bevor sie zur Grundschule Westerenger zogen. | © FOTO: TOBIAS SCHREINER

Enger/Spenge (tsc). Es war kalt, dunkel und es nieselte. Davon ließen sich Frauen aus Enger und Spenge jedoch nicht aufhalten. Sie marschierten, um sich Aufmerksamkeit zu verschaffen.

Anlässlich des Internationalen Gedenktags gegen Gewalt an Frauen und Kindern am 25. November haben die Gleichstellungsstellen der Städte Enger und Spenge einen Sternmarsch organisiert. Von den Rathäusern der beiden Städte zogen die Teilnehmer mit Bannern bis zur Grundschule in Westerenger, um anderen zu zeigen, dass Gewalt gegen Frauen und Kinder auch in der heutigen Gesellschaft noch ein Thema ist.

"Gewalt gegen Frauen ist heute noch allgegenwärtig. In der Welt, in Deutschland und auch in Enger und Spenge leiden Frauen durch sexualisierte und häusliche Gewalt", sagte Ulrike Harder-Möller, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Enger.

Jede vierte Frau in Deutschland habe mindestens einmal in ihrem Leben häusliche Gewalt erlebt. Jährlich müssten 40.000 Frauen in Frauenheime flüchten, weil sie zu Hause Schläge und Demütigungen fürchten müssten.

Rund um den Gedenktag am 25. November wehen zwei Wochen lang die blauen Fahnen der Frauenrechtsorganisation "Terre des Femmes" vor den Rathäusern in Enger und Spenge. Während dieser Zeit finden besondere Aktionen wie jetzt zum Beispiel der Marsch der Frauen statt. Dabei werden auch Flyer von Selbsthilfegruppen verteilt.

Bei dem Marsch dabei war unter anderem Lioba Mülbert von der Frauenberatungsstelle Herford.

Sie zeigte sich begeistert von der Aktion. Der Sternmarsch sei etwas Besonderes. "Er ist eine gute Gelegenheit, Flagge zu zeigen."