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Frisch eingezogen: Die Fahrzeuge des Löschzug Kilver sind hinter den großen Rolltoren des neuen Feuerwehrgerätehauses an der Kilver Straße zu sehen. Rechts die Grundschule Bruchmühlen. - © Anne Neul
Frisch eingezogen: Die Fahrzeuge des Löschzug Kilver sind hinter den großen Rolltoren des neuen Feuerwehrgerätehauses an der Kilver Straße zu sehen. Rechts die Grundschule Bruchmühlen. | © Anne Neul

Neues Feuerwehrgerätehaus ist in Betrieb

Bruchmühlen: Der Löschzug Kilver hat seine neuen Räume neben der Grundschule Anfang Januar bezogen. Die offizielle Einweihung durch die Gemeinde Rödinghausen ist am 15. März

Anne Neul
17.01.2019 | Stand 17.01.2019, 15:34 Uhr

Rödinghausen. Mehr Platz, bessere Hygiene: Am 2. Januar ist der Löschzug Kilver in das neue Gerätehaus neben der Grundschule Bruchmühlen gezogen. Das alte Gerätehaus an der Bruchmühlener Straße/Ecke Kilver Straße war zu klein geworden: „Die Stellplätze waren zu eng für die Fahrzeuge, die Tore zu klein", erzählt Löschzugführer Bernd Wittkötter. Die Umkleiden befanden sich in der Fahrzeughalle, was heute nicht mehr erlaubt ist, auch der Schulungsraum war zu klein. Am neuen Standort auf der Ecke Kilver Straße/Zur alten Schmiede ist alles besser: Die Fahrzeuge haben Platz, den Feuerwehrleuten stehen jeweils zwei Spinde zur Verfügung, einer für ihre Einsatzkleidung und einer für ihre Privatkleidung. Dadurch wird diese nicht mehr von Rauchgas kontaminiert, wenn alles zusammen in einem Spind hängt. Auch der neue Schulungsraum ist größer. „Wir sind sehr glücklich und frisch motiviert", sagt Wittkötter. 725 Quadratmeter Nutzfläche bietet das neue Gerätehaus, 1,2 Millionen Euro hat es gekostet. Finanziert hat es ein Rödinghauser Investor, der anonym bleiben möchte. Die Gemeinde mietet das Gebäude von ihm. Näher an das Einsatzgebiet gerückt 41 aktive Mitglieder zählt der Löschzug Kilver. Dadurch, dass die Löschzüge Westkilver und Ostkilver vor einigen Jahren zum Löschzug Kilver fusioniert haben, zählt er mehr Mitglieder als die drei übrigen Löschgruppen der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Rödinghausen. Mit dem neuen Feuerwehrgerätehaus ist der Löschzug Kilver auch näher an sein Einsatzgebiet Bruchmühlen herangerückt. „Die meisten Aktiven kommen aus Bruchmühlen", sagt Wittkötter. Bisher seien sie bei Einsätzen in Bruchmühlen zum Gerätehaus in Westkilver gefahren, um dann mit dem Löschzug wieder nach Bruchmühlen zu fahren. Die Einsatzzeiten, bis die Feuerwehr am Brandort war, seien deshalb oft zu lang gewesen. Seit dem Einzug hat der Löschzug schon zwei Einsätze absolviert: eine Ölspur am 4. Januar, am 13. Januar fuhren die Kameraden zur Unterstützung zu einem Unfall auf der Hansastraße. Da das keine zeitkritischen Einsätze waren, hätten sie die Zeit bis zum Eintreffen am Einsatzort nicht gestoppt. Auch eine Kita baut der Investor Vier Fahrzeuge und ein Anhänger stehen hinter den Rolltoren des neuen Feuerwehrgerätehauses: ein Mannschaftstransportwagen für neun Personen und drei Löschfahrzeuge (LF): ein LF 10, ein LF 20, das größte und erste Fahrzeug, das bei einem Einsatz rausfährt, und ein LF 16, etwas betagt. Letzteres ist mehr als 30 Jahre alt und wird ausgetauscht. Es entspricht nicht mehr den Vorgaben und dem aktuellen Stand der Technik. Das neue Löschfahrzeug ist lange bestellt und soll im März kommen. „Wenn wir Glück haben, kommt es rechtzeitig zur Einweihung", sagt Wittkötter. Die Gemeinde Rödinghausen wird das neue Gerätehaus am Freitag, 15. März, um 17 Uhr offiziell und feierlich in Betrieb nehmen, der Posaunenkreis wird spielen. Neben dem Gerätehaus wird der Investor an der Straße „Zur alten Schmiede" auch eine Kita bauen, als Ersatzbau für das Gebäude der Kita Kuckucksnest an der Bruchstraße. Wann mit dem Bau begonnen werde sei noch offen, sagte Bürgermeister Ernst-Wilhelm Vortmeyer auf Anfrage der NW. Offen sei auch noch, ob weitere Kita-Plätze entstehen, die Kita also größer gebaut wird als das Kuckucksnest an der Bruchstraße. Dort werden zur Zeit 35 Kinder in zwei Gruppen betreut: 15 Kinder von vier Monaten bis sechs Jahren und 20 Kinder von drei bis sechs Jahren. „Die Zahl der zu betreuenden Kinder steigt", sagte Vortmeyer. Die Anzahl der Kitaplätze werde dem Bedarf angepasst.

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