Einfahrt zur Notfallambulanz: Wann die Zentrale Notfallpraxis umzieht, ist noch offen. Klar ist für die Beteiligten aber, dass es passieren wird. - © Gerald Dunkel
Einfahrt zur Notfallambulanz: Wann die Zentrale Notfallpraxis umzieht, ist noch offen. Klar ist für die Beteiligten aber, dass es passieren wird. | © Gerald Dunkel

Bünde Termin für Umzug der Zentralen Notfallpraxis ist noch offen

MuM und Lukas-Krankenhaus: Der Vorstand des Ärztenetzes stellt klar, dass die Planungen für einen Umzug der Zentralen Notfallpraxis in die Ambulanz des Lukas-Krankenhauses erst am Anfang stehen

Gerald Dunkel

Bünde. Das Ziel "Anfang 2019" im Zusammenhang mit dem Umzug der Zentralen Notfallpraxis in die Notfallambulanz des Lukas-Krankenhauses war recht ambitioniert. So sieht es jedenfalls der Vorstand des Bünder Ärztenetzes MuM - Medizin und mehr. Ins Gespräch gebracht hatte der Ärztliche Direktor des Lukas-Krankenhauses, Ulf Schmerwitz, diesen Termin vor zwei Wochen im Gespräch mit der Neuen Westfälischen. Die Zentrale Notfallpraxis im Gebäude des Ärztenetzwerks an der Viktoriastraße soll in die Notfallambulanz des Lukas-Krankenhauses umziehen. Wie MuM-Vorstand Hans-Jürgen Beckmann jetzt in einer Stellungnahme gegenüber der NW deutlich macht, befinde man sich erst am Anfang der Planungen. Von Anfang 2019 könne noch gar keine Rede sein, da verschiedene - unter anderem bauliche - Voraussetzungen bis dahin noch gar nicht umgesetzt werden könnten, so Beckmann. Zusammenführen der Notfallversorgung für Bünde, Kirchlengern und Rödinghausen Vor etwa zwei Wochen tagte zum ersten Mal eine Arbeitsgruppe, die aus verschiedenen Funktionsträgern des Lukas-Krankenhauses sowie dem Vorstand, der Geschäftsführung und niedergelassenen Medizinern des Ärztenetzes besteht. "Dabei haben wir die Rahmenbedingungen für einen Umzug der Zentralen Notfallpraxis in die Ambulanz des Krankenhauses sondiert", so MuM-Vorstand und Chirurg Hans-Jürgen Beckmann. Die Gespräche seien "sehr konstruktiv und angenehm" verlaufen. "Beide Seiten legten die Gründe sachlich dar, die sowohl das Krankenhaus wie das Ärztenetz überhaupt über eine Zusammenführung der Notfallversorgung der Patienten in unserer Region Bünde-Rödinghausen-Kirchlengern nachdenken lässt", erklärt Beckmann. Zudem habe NRW-Gesundheitsminister Laumann bei seinem Besuch in Bünde vor acht Wochen unmissverständlich klargemacht, dass er bis Ende 2021 alle Notfallpraxen in NRW an Krankenhäusern sehen möchte. "Das deckt sich mit der gleich lautenden Forderung der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe, in deren Verwaltungsbereich nur noch die Notfallpraxis in Bünde und zwei weitere andernorts fallen, die nicht an einem Krankenhaus lokalisiert sind", sagt Beckmann, der betont, das Ärztenetz sei bundesweit für seine Innovationen bekannt: "Vor vielen Jahren wurde die damalige Notfallpraxis gegründet als die erste dieser Art bundesweit. Auch jetzt wollen wir innovativ vorangehen und die erste intersektorale Notfallversorgung für die Patienten in Bünde gestalten. Aus diesem Grunde haben wir das Gespräch mit dem Lukas-Krankenhaus gesucht, und ich stehe auch weiter zu dieser Entscheidung", so Beckmann. Umstrukturierungen könnten bis zum genannten Termin nicht umgesetzt werden Er stellt im Weiteren klar: "Ein Umzugstermin, wie er von Herrn Schmerwitz genannt wurde, war dabei nicht im Gespräch. Zumal die erforderlichen Umstrukturierungen, seien es dafür nötige Umbaumaßnahmen am Lukas-Krankenhaus oder organisatorische Änderungen von Abläufen im Ärztenetz, ein so enges Zeitfenster überhaupt nicht zulassen würden." In der Sitzung waren sich laut Hans-Jürgen Beckmann alle Teilnehmenden beider Seiten einig, dass die Notfallversorgung aller Patienten von Lukas-Krankenhaus und Notfallpraxis zukünftig zwar in Räumen des Krankenhauses gemeinsam bestritten werden soll. "Mit dieser alle Ärzte sowie Pflegepersonal entlastenden Versorgungsstruktur in Bünde wären wir wieder innovativ und weit vorne." ZNP und Ambulanz behandeln gemeinsam Dazu bedarf es aber auch noch einiger Vorarbeit. "Wir können nicht ohne belastbare Verträge zwischen Ärztenetz und Krankenhaus, in denen die zukünftige Zusammenarbeit geregelt wird, ein solches Projekt angehen", stellt Beckmann klar. Zu einem Umzugstermin ließ sich der MuM-Vorstand gegenüber der Neuen Westfälischen nicht hinreißen. Grundsätzlich sieht er darin aber "eine wichtige Kooperation, um den Herausforderungen in der Versorgung unserer gemeinsamen Patienten gut aufgestellt begegnen zu können".

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