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Simone Rose vom Rödinghauser Verein FASD (Fötales Alkoholsyndrom Disorder) klärt über das fötale Alkoholsyndrom auf.
Simone Rose vom Rödinghauser Verein FASD (Fötales Alkoholsyndrom Disorder) klärt über das fötale Alkoholsyndrom auf.

Rödinghausen Viele Besucher, verhaltener Umsatz

Erster Familienflohmarkt des FASD-Vereins an und in der alten Flachsfabrik in Schwenningdorf

VON KARL-HENDRIK TITTEL
22.04.2014 | Stand 21.04.2014, 22:14 Uhr
Roland Gnetter zeigt einige seiner Osterbasteleien, die er auf dem Familienflohmarkt in der alten Flachsfabrik anbot.
Roland Gnetter zeigt einige seiner Osterbasteleien, die er auf dem Familienflohmarkt in der alten Flachsfabrik anbot.

Rödinghausen-Schwenningdorf. Genug Platz ist vorhanden - draußen wie drinnen. Beim ersten Familienflohmarkt auf dem Gelände der alten Flachsfabrik mussten sich die Stände alles andere als dicht an dicht drängen. Viel Raum also, um in Ruhe zu stöbern, zu feilschen, zu kaufen und zu verkaufen.

Veranstalter dieser Flohmarkt-Premiere in Schwenningdorf ist der Verein FASD (Fötales Alkoholsyndrom Disorder), der an der alten Flachsfabrik in der Nähe des Wiehenstadions seit einigen Jahren seinen Sitz hat und dort eine Familienbildungsstätte samt Tagungshaus aufbaut. "Früher war hier der Bauhof der Gemeinde untergebracht. Seit einigen Monaten haben wir auch die Räumlichkeiten der Fabrik übernommen", sagt Simone Rose vom FASD-Verein. "Was machen wir jetzt mit all dem Platz, haben wir uns gefragt und sind so unter anderem auf die Idee eines Familien-Flohmarktes gekommen."

Etwa 25 Stände wurden im Gebäude und zum Teil davor aufgebaut. "Wir haben vor, häufiger solch einen Flohmarkt zu veranstalten und sind heute mit der Resonanz sehr zufrieden", sagt Rose.

Etwas durchwachsener fiel da das Fazit der Verkäufer aus. "Es waren viele Leute da, aber gekauft haben nur wenige Besucher. So eine Veranstaltung muss sich ja auch erst einmal etablieren", sagt der Ennigloher Ronald Gnetter. Anett Lanza nahm es mit Humor: "Hier in der Nähe fehlt eindeutig ein Geldautomat", so die Bünderin lächelnd. Die Verkaufsbilanz sei zwar kein Totalausfall gewesen, aber auch nicht wirklich gut.

Am Angebot konnte es kaum liegen, fand sich doch die übliche Vielfalt auf den Tischen wieder, die man bei dieser Art von Flohmärkten erwartet. Hörspiel-Kassetten, Spielzeug aller Art, besonders Gesellschaftsspiele, Bücher, Bekleidung, Sportartikel, sogar analoge Spiegelreflexkameras, Dekorationsgegenstände, Kurioses, Schönes, Praktisches oder Unnützes - all das und viel mehr stand zur Auswahl.

In der Kaffeestube wurde süßes Gebackenes ebenso angeboten wie deftige Linsensuppe. Das schöne Wetter lud zu einer Pause an den draußen aufgebauten Tischen ein und die Kinder fanden die auf der Wiese weidenden Alpakas und Lamas besonders interessant.

Der FASD-Verein hat viele Pläne hinsichtlich der alten Flachsfabrik. "Wir wollen die Räumlichkeiten weiter zu einem Tagungs- und Seminarhaus ausbauen", berichtet Rose.

Auch eine Boulder-Anlage, welche das Klettern ohne Seil und Gurt ermöglicht, und im Falle der Verwirklichung auch von der Bevölkerung genutzt werden soll, ist angedacht. "Da überprüfen wir zurzeit die Machbarkeit und sind auf der Suche nach Sponsoren." Etwa 20 Mitglieder sind im Verein aktiv, das Hauptziel ist die Aufklärung über das fötale Alkoholsyndrom und die Prävention dieser Behinderung, die, so Rose, die einzige Behinderung sei, die zu einhundert Prozent vermeidbar ist.

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