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Gerhard Niemann (Kommunalbetreuer EWE), Arnold Diekmann (Geschäftsführer GlasFaser Nordwest), Bernd Poggemöller (Bürgermeister Löhne) und Thorsten Meyer (Teamleiter Bau EWE) beim Spatenstich zum Glasfaserausbau in Mahnen. - © Matthias Reiprich
Gerhard Niemann (Kommunalbetreuer EWE), Arnold Diekmann (Geschäftsführer GlasFaser Nordwest), Bernd Poggemöller (Bürgermeister Löhne) und Thorsten Meyer (Teamleiter Bau EWE) beim Spatenstich zum Glasfaserausbau in Mahnen. | © Matthias Reiprich

Löhne Glasfaserausbau in einem Löhner Ortsteil hat begonnen

Anders als bei anderen Anbietern hatte es bei der Glasfaser Nordwest keine Bedarfsanalyse gegeben. Wann und wie die Haushalte ans Netz angeschlossen werden.

Matthias Reiprich
08.09.2022 , 02:00 Uhr

Löhne. Vor sechs Wochen hat der Infrastrukturausbau begonnen, nun gab es den offiziellen Spatenstich, zu welchem Arnold Diekmann, Geschäftsführer der Glasfaser Nordwest, auch den Löhner Bürgermeister Bernd Poggemöller begrüßen durfte. Im Ortsteil Mahnen wird alles dafür in die Wege geleitet, dass die Anwohner bald dank Glasfaserausbau schnelleres und stabileres Internet nutzen können. Etwa 2.800 Unternehmen und Haushalte auf 1.570 Grundstücken sollen mit der modernen Glasfasertechnik versorgt werden, in der gesamten Region sollen vom oldenburgischen Unternehmen perspektivisch über 1,5 Millionen Haushalte ans Glasfasernetz angeschlossen werden.

"Speziell in Zeiten, wo das Home-Office oder auch das Home-Schooling eine immer größere Bedeutung bekommen, ist es uns ein enorm wichtiges Anliegen, alles dafür zu tun, den Menschen hier perfekte Bedingungen ohne Verbindungsabbrüche zu gewährleisten", sagt Diekmann. Dafür sei die Glasfasertechnik unabdingbar.

Viele Menschen hätten in den vergangenen Jahren festgestellt, dass auch das Arbeiten von daheim gut gelingen kann - wenn die Internetverbindung mitspiele. Auch zur Energiekrise nimmt er Stellung: "Wir wollen hervorheben, dass die Leitungen nahezu komplett am passiven Netz angeschlossen sind und so insgesamt kaum Strom verbraucht wird." Es sei wichtig, dass durch die Glasfasertechnik die schwierige Situation nicht weiter verschärft werde.

Bürgermeister Poggemöller sieht im Projekt ebenfalls einen wichtigen Meilenstein: "Leistungsfähige und stabile Netze werden auch im privaten Bereich immer wichtiger, das hat uns nicht zuletzt die Corona-Pandemie gelehrt. Ich bin froh, dass der Ausbau hier in Mahnen schon gestartet ist und nun schnell Formen annehmen wird."

Ab Anfang 2023 werden die Haushalte ans Netz angeschlossen

Bis Jahresende soll das Gebiet rund um die Königsstraße komplett ans Verteilernetz angeschlossen werden, in Mahnen wird es dann 30 Kästen und über 35 Kilometer unterirdisches Verteilernetz geben. Dabei werden spezielle Speedpipe-Kabel benutzt, die deutlich resistenter gegenüber Schäden sind und somit einen höheren Standard gewährleisten. Ab Jahresbeginn 2023 bis etwa März sollen dann die Haushalte ans Netz angeschlossen werden. "Hier wird es dann noch eine gesonderte Ankündigung für die Anwohner geben, damit sie sich auf die Baumaßnahme, die in den einzelnen Abschnitten jeweils immer nur ein paar Tage andauern wird, einstellen können", sagt EWE-Bauleiter Thorsten Meyer.

"Die Erschließung ist eine Herausforderung, insgesamt aber absolut machbar. Wir müssen beim Ausbau auf die vielen vorhandenen Leitungen im Boden achten", sagt Meyer. Er sei aber optimistisch, dass der Zeitplan problemlos eingehalten werden könne. Etwa 40 Arbeiter aus dem Tiefbau-Bereich stehen ihm dabei zur Verfügung, sie sind von einer externen Firma beauftragt und während der Zeit in Hotels in Löhne untergebracht.

Seit April können Anschlüsse gebucht werden

Anders als beispielsweise die Deutsche Glasfaser GmbH, die auch Teile Löhnes mit Glasfaseranschlüssen versorgt, hat die Glasfaser Nordwest keine konkrete Bedarfsanalyse gemacht, sondern mithilfe von verschiedenen Programmen nach Standorten gesucht, die interessant für den Ausbau sind. "Wir haben keine Vorvermarktung gemacht, bei der die Leute schon vorher Verträge buchen müssen, sondern gehen hier in Vorleistung, jeder Haushalt in Mahnen kann sich nach Fertigstellung einen Glasfaseranschluss holen, wenn er möchte", sagt Tayan Celal, Projektmanager des Unternehmens.

Bereits seit April können über die EWE sowie die Telekom Anschlüsse gebucht werden, das Angebot werde bisher gut angenommen und so kann sich Celal durchaus vorstellen, dass es in Löhne weitere Gebiete geben wird, die von der Glasfaser Nordwest erschlossen werden. Außerdem sei der Plan, weitere Telekommunikationspartner zu gewinnen, um dem Endverbraucher die Möglichkeit einer größeren Auswahl bei der Wahl des Internetanbieters zu geben.

Eine spezielle Gebühr für den Anschluss ans Glasfasernetz gebe es nicht, neben den normalen Vertragskonditionen könne bei Buchung wie sonst auch üblich trotzdem eine Bereitstellungsgebühr anfallen. Ein Tarifwechsel hin zum Glasfasertarif soll jedoch in der Regel unbürokratisch ablaufen und mit wenig Aufwand verbunden sein.

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