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Vor dem Geschäft an der Oststraße: Susann Sambol (l., zuständig für die Betreuung aller Filialen) und Filialleiterin Monika Dorsch. - © Anthea Moschner
Vor dem Geschäft an der Oststraße: Susann Sambol (l., zuständig für die Betreuung aller Filialen) und Filialleiterin Monika Dorsch. | © Anthea Moschner

Löhne Wo in Löhne Kleidung nach Gewicht bezahlt wird

Im Mai hat die sechste Schrader-Filiale an der Oststraße eröffnet. Dort gibt es nicht nur Secondhand-Stücke. Auch Party- und Karnevalskostüme lassen sich im Sortiment finden.

Anthea Moschner
16.10.2019 | Stand 15.10.2019, 19:46 Uhr

Löhne. Nachhaltigkeit ist ein Thema und spielt für viele Menschen im Alltag eine immer größere Rolle. Auch beim Einkaufen wird zunehmend Wert darauf gelegt. Beim Shoppen ist Kleidung aus zweiter Hand daher eine beliebte nachhaltige Lösung, um ein neues Lieblingskleidungsstück zu ergattern. Dafür muss man nicht einmal die Stadtgrenze überqueren, auch Löhne hat mit dem Geschäft Schrader an der Oststraße in Ostscheid einen Secondhandshop. Täglich neue Ware im Geschäft Bei den Preisen der Kleidungsstücke aus zweiter Hand kommt es nur darauf an, was die Waage anzeigt. Denn bezahlt wird nach Gewicht. "Hundert Gramm kosten 1,50 Euro", sagt Susann Sambol, die für die Betreuung aller Schrader-Filialen zuständig ist. Stammkunden können sich dabei auch den Einkauf in eine Sparkarte eintragen lassen. Wer im Laufe der Zeit in Summe ein Gesamtgewicht von 50 Kilo erreicht, erhält einen Gutschein in Höhe von zehn Euro. Damen-, Herren- und Kinderkleidung sowie Arbeitskleidung finden die Kunden an der Oststraße. Modeliebhaber bekommen alles, was das Herz begehrt. Sogar Brautkleider lassen sich im Sortiment finden. Im Hauptsitz der Schrader-Kette in Wittlage in Bad Essen wird die abgegebene Kleidung sortiert und zu den sechs Filialen gebracht. "Täglich kommt neue Ware rein. Damit immer ein bisschen Bewegung drin ist", so Susann Sambol. "Man findet ein komplettes Outfit" Zu so gut wie jedem erdenklichen Anlass kann man bei Schrader fündig werden. Denn das Augenmerk liegt zwar auf Secondhand, im Geschäft wird aber auch Kleidung für Mottopartys verkauft. Prinzessinnenkleider, Superheldenverkleidungen und eine große Auswahl an weiteren Karnevalskostümen sind bei Schrader zu finden. Aber nicht nur das Kostüm selbst, sondern auch das passende Zubehör wie Haarschmuck, Hüte, Ketten und andere Accessoires bekommen Verkleidungsfreunde und Partygänger. "Man findet ein komplettes Outfit", sagt Susann Sambol. Passend zum Oktoberfest waren natürlich Dirndl der Renner unter der Mottopartykleidung. Aber auch Kleidung für 80er- oder 90er-Jahre-Partys bekommen die Kunden. Die Mottopartykostüme werden hauptsächlich nach Festpreis bezahlt, ein Teil aber auch nach Gewicht. Kleidungsstücke bekannter Marken Mit Secondhandstücken und Mottopartyverkleidungen ist das Sortiment von Schrader aber noch nicht komplett. Auch Markenneuware finden die Kunden dort. Kleidungsstücke von Hugo Boss, Camp David oder Tommy Hilfiger kann man zu einem Festpreis mitnehmen. Einzelne Markenstücke hängen aber auch in der Secondhandabteilung und werden nach Gewicht bezahlt. Die Schrader-Kette wurde im Jahr 1986 von Bert Schrader gegründet. Die Filiale in der Werrestadt wurde Ende Mai dieses Jahres eröffnet und ist somit die neueste. Die weiteren fünf Standorte sind in Wittlage, Vechta, Osnabrück, Fürstenau und Espelkamp. Reste werden zu Putzlappen weiter verarbeitet Bevor Schrader an die Oststraße gezogen ist, war dort der Kostümverleih Klimbim. "Wir haben gedacht, vielleicht freuen sich die Kunden", sagt Susann Sambol. Mit der Kleidung aus zweiter Hand hört die Nachhaltigkeit bei Schrader noch nicht auf. Alle Kleidungsstücke, die dort nicht verkauft werden können, werden zu Putzlappen weiter verarbeitet, erzählt Monika Dorsch, Leiterin der Löhner Filiale und Sambol ergänzt: "Bis auf den letzten Rest wird alles verwertet."

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