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Historische Technik: Max Rethemeier (v.l.), Klaus-Werner Schormann, Wilfried Quest und Ulrich Flachmann zeigen mit Jauchepumpe und Einachsschlepper einige Attraktionen, die die Besucher beim Herbstfest an der Rürupsmühle erwarten. - © Sandra C. Siegemund
Historische Technik: Max Rethemeier (v.l.), Klaus-Werner Schormann, Wilfried Quest und Ulrich Flachmann zeigen mit Jauchepumpe und Einachsschlepper einige Attraktionen, die die Besucher beim Herbstfest an der Rürupsmühle erwarten. | © Sandra C. Siegemund

Löhne Historische Technik in Aktion an der Rürupsmühle in Löhne

Das Herbstfest lockt am 6. Oktober mit einem buntem Programm. Eine handbetriebene Jauchepumpe wird vorgeführt. Zum Glück nicht mit Gülle gefüllt.

Sandra C. Siegemund
02.10.2019 | Stand 02.10.2019, 12:39 Uhr

Löhne. Seit mehr als 20 Jahren lädt der Verein „Vom Korn zum Brot" zum Herbstfest an die Rürupsmühle ein. Auch für das diesjährige Fest am 6. Oktober ist ein vielfältiges Programm vorbereitet. Es beginnt am Samstag um 17.30 Uhr mit einer Andacht auf der Deele. Am Sonntag ist das Tor zu Rürups Mühle von 11 bis 18 Uhr geöffnet. „In diesem Jahr zeigen wir historische Technik in Aktion. Die handbetriebene Jauchepumpe wird zur Demonstration mit Wasser befüllt", sagte Ulrich Flachmann, zweiter Vorsitzender des 1980 gegründeten Vereins. „Und mit vier Holder Einachsschleppern zeigen wir die Trecker des kleinen Mannes." Max Rethemeier, mit 15 Jahren zweitjüngstes Vereinsmitglied, ist begeistert von den Maschinen und wird sie den Besuchern vorführen. „Ich bin von Klein auf in das Hobby hineingewachsen. Schon mein Urgroßvater hatte einen Holder. Auch dieser über 60 Jahre alte Einachser wird am Sonntag gezeigt." Schweißtreibende Arbeit auf dem Feld Die staubige und schweißtreibende Arbeit auf dem Feld macht dem jungen Mann Freude. „Er hat den Acker, den unser Verein für die Roggenernte 2020 nutzt, vier Nachmittage lang sorgfältig vorbereitet, gepflügt und geeggt. Jetzt kann die Saat ausgebracht werden, traditionell wie früher mit der Hand", sagte der Vereinsvorsitzende Wilfried Quest. Auch Klaus-Werner Schormann ist als Ackerbauer im Nebenerwerb mit einem Holder unterwegs. „Einen Einachser mit angehängtem Sitz hat man selten. Meistens hängen Pflug oder Fräse dran, und man läuft hinterher", sagte er. Eine weitere Attraktion werden Musik der 60er Jahre und Tanz in der Scheune sein. „Und die Uraufführung des Mühlentanzes. Dazu lädt Ruth Quest, die sich die Choreographie ausgedacht hat, die Besucher zum Mittanzen ein", sagte Ulrich Flachmann. Junge Gäste können in der bäuerlichen Seilerei aus Sisal in altbekannten Techniken Stricke herstellen. „Sie können mit einem langen Seil in der Gruppe Seilspringen und Tauziehen", so Wilfried Quest. Mit zwei Handmühlen können die Kinder erleben, wie Getreide mahlen funktioniert, und das mit Holznägeln befestigte Modellfachwerkhaus „Rürups Mühlchen" auf- und abbauen. „Viele Kinder lieben das", hat Ulrich Flachmann bei vergangenen Festen beobachtet. Dampfkartoffeln und Stippgrütze Auch für Essen und Trinken wird gesorgt, mit Dampfkartoffeln mit Dip, Stippgrütze und süßen Waffeln. Auch das beliebte selbstgebackene Mühlenbrot wird angeboten. „Mit Schmalz, Mettwurst, Marmelade und Honig, für jeden Geschmack etwas", so Wilfried Quest. Das Vollkornbrot wird aus vier Fünfteln Roggenschrot und einem Fünftel Weizenschrot als Sauerteig angesetzt. Außerdem gibt es Kuchen vom Blech und Getränke. „Wir freuen uns sehr über die 18 ehrenamtlichen Helfer beim Fest. Nicht nur Vereinsmitglieder packen mit an, einige kommen einfach immer wieder gern zum Helfen", betonte der Vorsitzende des derzeit 68 Mitglieder starken Vereins. Der Eintritt zum Herbstfest ist frei. Besucher können kostenlos auf dem Parkplatz an der Loher Straße parken. Die restlichen 300 Meter Weg zur Mühle sind ein herbstlicher Spaziergang. „Die Straße ist zu schmal und daher am Festtag für Autoverkehr gesperrt", sagte Ulrich Flachmann.

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