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Der Sportplatz Glockenstraße: Bei ihm soll das Granulat nach und nach durch einen anderen Füllstoff ersetzt werden. - © Dirk Windmöller
Der Sportplatz Glockenstraße: Bei ihm soll das Granulat nach und nach durch einen anderen Füllstoff ersetzt werden. | © Dirk Windmöller

Löhne Mikroplastik: Die Kunstrasenplätze in Löhne bleiben bespielbar

Wegen der Verwendung von Mikroplastik gibt es Probleme. Jetzt wird ein Lösungsvorschlag präsentiert.

Dirk Windmöller
04.09.2019 | Stand 04.09.2019, 14:56 Uhr

Löhne. Sportvereine und Stadtverwaltungen in vielen Städten machen sich Sorgen um ihre Kunstrasenplätze. Eine Untersuchung des Fraunhofer-Instituts hatte ergeben, dass Kunstrasenplätze die drittgrößte Quelle für Mikroplastik in Deutschland sind. Mikroplastik stellt ein großes Umweltproblem dar und landet oft im Grundwasser. In einer Mitteilung an den Sportausschuss stellt die Stadt klar, dass den Löhner Kunstrasenplätzen nicht das kurzfristige Aus droht. Die Stadt verweist auf entsprechende Pressemitteilungen der Europäischen Chemikalienagentur und der Landesregierung. Es wird betont, dass der Spielbetrieb weitergehen kann. Möglich wäre eine "schleichende Umwandlung durch Einbringung alternativer Füllstoffe". Kork statt Kunststoff Das Granulat auf den Plätzen muss immer wieder nachgefüllt werden. Bis zum nächsten Jahr, so der Rat der Landesregierung, sollte nicht mehr mit Stoffen nachgefüllt werden, die aus Mikroplastik bestehen. So würde dann nach und nach der Mikroplastikanteil immer mehr sinken. Von den drei Kunstrasenplätzen in Löhne sind zwei betroffen. Der Sportplatz Obernfeld in Löhne-Ort und der Sportplatz Glockenstraße in Mennighüffen. Der neueste Kunstrasenplatz im Werretalstadion hat dieses Problem nicht. Er ist mit Kork verfüllt, nicht mit Kunststoffgranulat. Das Thema steht auf der Tagesordnung der nächsten Sitzung des Sportausschusses am Donnerstag, 12. September.

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