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Tempo 100 erlaubt: Doch wer mit dieser Geschwindigkeit im Löhner Kreuz von der B 61 auf die A 30 Richtung Osnabrück fahren will, wird merken, wie eng die Kurven der Autobahnzufahrt sind. - © Jörg Stuke
Tempo 100 erlaubt: Doch wer mit dieser Geschwindigkeit im Löhner Kreuz von der B 61 auf die A 30 Richtung Osnabrück fahren will, wird merken, wie eng die Kurven der Autobahnzufahrt sind. | © Jörg Stuke

Bad Oeynhausen /Löhne Polizei meldet Bedenken an gegen Tempo 100 auf Nordumgehungs-Auffahrt

Die Geschwindigkeitsbegrenzung in der Zufahrt im Löhner Kreuz soll überprüft werden. Am Freitag wollen die Behörden eine Probefahrt auf der Strecke machen.

Jörg Stuke
13.08.2019 | Stand 13.08.2019, 18:12 Uhr

Bad Oeynhausen/Löhne. Was, so langsam? Das ist bei vielen Autofahrern die übliche Reaktion auf ein Tempolimit. Auf der Zufahrt zur Nordumgehung im Löhner Kreuz löst ein Verkehrsschild jetzt gegenteilige Reaktionen aus. Wer aus Richtung Kanalstraße über die B 61 auf die Nordumgehung einschwenken will, darf hier 100 fahren. Angesichts der Kurven in der Zufahrt eine ambitionierte Geschwindigkeit. Das sieht auch die Polizei so, die eine Überprüfung des Tempolimits bei der Bezirksregierung angeregt hat. "Viele Autofahrer missverstehen das Schild als Freifahrtschein" In der vergangenen Woche hatte Sven Johanning, Pressesprecher von Straßen NRW, noch darauf hingewiesen, dass das Tempo-100-Schild ja nicht etwa bedeute, dass man hier so schnell fahren müsse. "Sie dürfen natürlich langsamer fahren", sagte Johanning und wies darauf hin, dass die Autofahrer ihre Geschwindigkeit grundsätzlich immer den Gegebenheiten anpassen müssten. "Allerdings missverstehen viele Autofahrer das Tempo-100-Schild als Freifahrtschein, hier auch entsprechend schnell zu fahren", räumt Andreas Moseke, Pressesprecher der Bezirksregierung in Detmold, ein. Dass es hier Probleme mit der Geschwindigkeitsbegrenzung gebe, sei auch der Polizei aufgefallen, die sich in dieser Sache an die Bezirksregierung gewandt habe, berichtet Moseke. "Der Hinweis zeigt, dass die Regelung nicht optimal ist" Die Bezirksregierung hatte zwar den Beschilderungsplan für die Nordumgehung samt Auf- und Abfahrten abgesegnet. "Die realen Verhältnisse haben dann aber dazu geführt, die jetzige Regelung in Frage zu stellen", sagt Uwe Maser, Pressesprecher der Kreispolizei Herford. Er glaube nicht, dass Tempo 100 an dieser Stelle das letzte Wort sei, so der Polizeisprecher. Auch Moseke räumt ein: "Der Hinweis der Polizei zeigt, dass die Regelung hier offenbar nicht optimal ist." Eine weitere Temporeduzierung sei aber nicht das einzig denkbare Mittel. Möglicherweise könne auch durch Warnschilder auf die gefährlichen Kurven hingewiesen werden, so Moseke. Da das 100er-Schild noch nicht auf der Autobahn, sondern auf der Bundesstraße 61 steht, ist die Stadt Löhne dafür zuständig. "Das haben wir im Gespräch mit der Bezirksregierung geprüft", sagt Ursula Nolting, Pressesprecherin der Stadt Löhne. Am Freitag, 16. August, solle es eine Befahrung der Strecke geben, kündigte Nolting an. Daran sollen neben der Stadt auch Bezirksregierung, Polizei und Straßen NRW beteiligt werden.

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