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Nadelöhr: EWE baut für Telefonicas LTE-Netz eine Glasfaserleitung quer durch Melbergen. - © Ulf Hanke
Nadelöhr: EWE baut für Telefonicas LTE-Netz eine Glasfaserleitung quer durch Melbergen. | © Ulf Hanke

Löhne EWE baut für Telefonica LTE in Melbergen aus: Es kommt zu Verkehrsstörungen

Die Ringstraße wird aufgerissen, damit Handy-Besitzer schneller surfen können.

Ulf Hanke
15.08.2019 | Stand 15.08.2019, 15:05 Uhr

Löhne. Der Telefonkonzern Telefonica (O2) baut sein Mobilfunknetz aus und schließt es ans EWE-Glasfasernetz an. Dafür werden in Melbergen drei Straßen aufgerissen. Ein Telefonica-Sprecher erläuterte auf Nachfrage Einzelheiten zur Baustelle, die seit einer Woche für erhebliche Staus im Feierabendverkehr sorgt. Die Ringstraße und die Löhner Straße sind am Kreisverkehr vor und hinter der Eisenbahnüberführung seit einer Woche halbseitig gesperrt. Arbeiter verlegen dort Glasfaserkabel. Die neue Leitung muss durch ein regelrechtes Nadelöhr geführt werden. Die Arbeiten finden teils auf der Straße, teils auf dem Bürgersteig, im Kreisverkehr und in der Eisenbahnunterführung statt. Der Aufwand ist nach Darstellung von Telefonica nötig, um „die Netzinfrastruktur in Löhne langfristig zukunftsfähig" aufzustellen. Die Straßensperrung ist bis Freitag, 23. August, von der Stadt Löhne genehmigt worden. Die Verwaltung hat auch die Verkehrsführung angeordnet. Mehr Kunden sollen künftig gleichzeitig im Netz surfen können Die Glasfaserkabel verbinden künftig den Telefonica-Mobilfunkstandort am A30-Center mit der nächstgelegenen Vermittlungsstelle des Oldenburger Partnerunternehmes EWE, das früher TeleOS hieß. Die Arbeiten erledigt das Tiefbauunternehmen Neddermann aus Herford im Auftrag von EWE. Nach Auskunft von Telefonica werden die Löhner Kunden vom Netzausbau „unmittelbar profitieren". Durch die Anbindung der Mobilfunkstandorte würden die Kapazitäten für die 4G-Technologie (LTE) im O2-Netz deutlich erhöht. Künftig würden parallel noch mehr Kunden gleichzeitig im Internet surfen können. Außerdem werde der Weg zum künftigen 5G-Ausbau geebnet, der „noch bessere Datenraten, höhere Kapazitäten und extrem niedrige Latenzzeiten" biete. Der 5G-Ausbau bedeutet für zahlreiche Handy-Kunden mit Discounter-Tarifen für die 3G-Technologie (UMTS) womöglich einen Rückschritt. Für sie fehlen künftig Kapazitäten im 3G-Netz.

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