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Projektleiter Florian Fawick (l.) und Bauabteilungsleiter Tobias Fischer von Straßen NRW im Löhner Kreuz, dem letzten Bauabschnitt der Nordumgehung. Hinter ihnen ist noch die Baustellenführung auf der neuen Autobahn mit den gelben Fahrbahnmarkierungen zu sehen. - © Jörg Stuke
Projektleiter Florian Fawick (l.) und Bauabteilungsleiter Tobias Fischer von Straßen NRW im Löhner Kreuz, dem letzten Bauabschnitt der Nordumgehung. Hinter ihnen ist noch die Baustellenführung auf der neuen Autobahn mit den gelben Fahrbahnmarkierungen zu sehen. | © Jörg Stuke

Bad Oeynhausen/Löhne Terminplan für den letzten Akt der Nordumgehung steht

In zwei Wochen sollen die wesentlichen Verbindungen im Löhner Kreuz zwischen A 30 und B 61 freigegeben sein. Danach hat Straßen NRW diverse andere Projekte im Umfeld geplant.

Jörg Stuke
18.07.2019 | Stand 18.07.2019, 22:08 Uhr

Bad Oeynhausen. Noch zwei Wochen Geduld sind gefragt. Dann sollen die wesentlichen Auf- und Abfahrten im Löhner Kreuz freigegeben und die Verbindungen zwischen der Nordumgehung, der alten A 30 und der B 61 befahrbar sein. Es ist der letzte große Akt in der fast elfjährigen Baugeschichte der Nordumgehung. Tobias Fischer wirkt fast ein wenig feierlich beim Ortstermin im Löhner Kreuz. "Das ist noch einmal eine spannende Phase im Projekt", sagt Fischer, der zum Start der Bauarbeiten zur Nordumgehung 2008 Projektleiter war und jetzt Bauabteilungsleiter bei Straßen NRW ist. "Seit der Verkehrsfreigabe der Nordumgehung im Dezember haben wir ja auf diese Phase hingearbeitet", sagt Fischer. Zwei Tage Zeitpuffer für Stau und schlechtes Wetter Schritt für Schritt sollen die Verbindungen im Löhner Kreuz, das künftig übrigens schlicht Anschlussstelle Gohfeld heißen wird, unter Verkehr genommen werden. Schritt 1 beginnt am Donnerstag, 25. Juli. Dann wird die Baustellenführung auf A 30 und Nordumgehung in Fahrtrichtung Hannover abgebaut. Dazu müssen die Sperrbaken weggenommen und die gelben Fahrbahnmarkierungen entfernt werden. Zwei Tage Puffer hat sich Straßen NRW dafür eingeräumt. Nicht, weil diese Arbeiten so lange dauern. "Aber wenn gerade wieder ein Unfall auf der A 2 passiert ist und es einen Stau gibt, der sich bis auf die A 30 auswirkt, dann werden wir diese Arbeiten verschieben müssen", erläutert Fischer. Ebenso könnte extrem schlechtes Wetter für Verzögerungen sorgen. "Es darf nicht gerade Hunde und Katzen regnen oder hageln", sagt Fischer. Ab Montag, 29. Juli, passiert dann dasselbe auf der Gegenfahrbahn, also in Fahrtrichtung Osnabrück. Spätestens Mitte übernächster Woche sollte die A 30 in Löhne und Bad Oeynhausen baustellenfrei sein. Der entscheidende Schritt ist der dritte Danach folgt der entscheidende Schritt 3: Ende Juli werden die Auf- und Abfahrten freigegeben, auf denen die Autofahrer dann auch aus Richtung Kanalstraße kommend auf die A 30 Richtung Löhne fahren können und umgekehrt. Zu den Parklichtern, die am Freitag, 2. August, starten, sollen diese Verbindungen stehen, hofft Fischer. Allein die Verbindungen zwischen A 30 und der B 61 Richtung Herford werden erst im Herbst freigegeben, kündigt Fischer an. Hintergrund sind die Sanierungsarbeiten an der B 61-Brücke über die alte A 30, die derzeit vom Autobahnamt Hamm saniert wird. Allerdings wird dieser Abschnitt der B 61 ohnehin erst Ende des Jahres wieder eine Verbindungsfunktion bekommen, denn erst dann soll die neue Sudbachtalbrücke fertig sein. Damit sind dann auch die Voraussetzungen für andere Straßenbaumaßnahmen im Umfeld geplant. So muss auf der Oeynhausener Straße in Löhne ein Schaden behoben werden, der durch einen Rohrbruch entstanden ist. Da die Oeynhausener Straße aber jetzt noch als Umgehung um das Löhner Kreuz genutzt wird, kann die Fahrbahn erst ab Mitte August repariert werden. Unangenehme Vollsperrung in Löhnes Südwesten Ebenfalls ab Mitte August soll die Sanierung der Werster Straße in Löhne beginnen. Auf einem etwa 600 Meter langen Abschnitt östlich der Becker Kreuzung werden zunächst die Wirtschaftsbetriebe Löhne Kanäle erneuern, dann saniert Straßen NRW die Fahrbahn. Im nächsten Jahr soll sich ein zweiter Sanierungsabschnitt anschließen. Und im Frühjahr 2020 sollen auch Abriss und Neubau der Flutmuldenbrücke an der Eidinghausener Straße in Bad Oeynhausen beginnen. Auch mit diesem Projekt wollte Straßen NRW ausdrücklich erst dann starten, wenn das Löhner Kreuz funktionstüchtig ist. Dass sich dabei die Baustellen in Eidinghausen und an der Werster Straße in Mennighüffen zeitlich überschneiden, hält Fischer für unproblematisch. "Wer der Baustelle an der Eidinghausener Straße ausweichen will, wird dazu kaum bis zur Lübbecker Straße in Löhne fahren", vermutet Fischer. Ganz unabhängig vom Fortgang der Arbeiten an der Nordumgehung steht im Südwesten Löhnes eine unangenehme Sperrung bevor. "Im August beginnt der Ausbau der B 61 zwischen Löhne und Herford", kündigt Fischer an. Zwischen Hägerstraße und Senderstraße wird die B 61 begradigt, ein Radweg angelegt und die Fahrbahn erneuert. Dafür wird die Bundesstraße, die auch von Bad Oeynhausern gern als Verbindung nach Herford genutzt wird, vollständig gesperrt. Immerhin: "Ende des Jahres wollen wir damit fertig sein", kündigt Fischer an.

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