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Ein Teil der Koblenzer Straße Löhne soll von einer Bundesstraße zu einer Gemeindestraße abgestuft werden. - © Susanne Barth
Ein Teil der Koblenzer Straße Löhne soll von einer Bundesstraße zu einer Gemeindestraße abgestuft werden. | © Susanne Barth

Löhne Die Stadt Löhne bekommt drei neue Straßen

Nach der Eröffnung der Nordumgehung und der B 611 (Knickstraße) werden Straßen zu Gemeindestraßen abgestuft.

Susanne Barth
05.06.2019 | Stand 04.06.2019, 20:35 Uhr

Löhne. Nicht jede Straße im Stadtgebiet von Löhne ist auch in der Hand der Verwaltung. Der Alte Postweg an dem das Heimatmuseum liegt, ist eine Kreisstraße. Die Lübbecker Straße und die Oeynhausener Straße sind zum Großteil vom Landesbetrieb Straßen NRW zu unterhalten. Auch die Stadt Löhne hat etliche Gemeindestraßen, um die sie sich kümmern muss. Drei weitere kommen bald hinzu. Hintergrund der Abstufungen sind zwei Bauprojekte. Eines davon ist die Nordumgehung. Seit Dezember 2018 ist die A-30-Strecke zwischen den Autobahnanschlussstellen Dreieck Löhne und dem Kreuz Bad Oeynhausen befahrbar. Dementsprechend werden die Ringstraße (bei den Hahne Mühlenwerken) sowie ein Teil der L 777 - von der Brückenstraße bis zur Ringstraße - umgestuft. Die einstigen Landesstraßen sollen Gemeindestraßen werden. 320 Meter sind Gemeindestraße Diese Vereinbarung ist bereits im Jahr 2006 zwischen der Stadt Löhne und dem Land NRW geschlossen worden. Im selben Atemzug hat die Bezirksregierung Detmold festgehalten, dass der Straßenbaulastträger, in diesem Fall Straßen NRW, die beiden abzustufenden Straßen in einem "der Verkehrssicherheit und der ordnungsgemäßen Unterhaltung entsprechenden Zustand befindet", schreibt Eberhard Lindemann in einer Beschlussvorlage, die dem Bauausschuss am Donnerstag, 6. Juni, vorgelegt wird. Eine Alternative wäre, "den unterlassenen Unterhaltungsaufwand monetär zu bewerten und eine entsprechende Ausgleichszahlung zu vereinbaren", so Lindemann. Demnach müsste die Stadt Löhne Baumaßnahmen vornehmen. Pflichten gibt es gleich dazu Mitte Juli wird die neue Bundesstraße B 611 freigegeben. Die ehemalige Knickstraße verbindet dann die Autobahn 2 mit der A 30. Im Zuge der Fertigstellung wird ein Teil der Koblenzer Straße von einer Bundes- zur Gemeindestraße herabgestuft. 320 Meter sind davon betroffen. Dieser Straßenabschnitt ist bereits im Zuge der Sanierung der Knickstraße ausgebaut worden. Drei Straßen mehr im Portfolio der Stadt sind nicht unbedingt als Geschenk zu sehen. Schließlich muss Löhne als Trägerin der Straßenbaulast alle Rechten und Pflichten übernehmen. Dazu gehören neben der Instandhaltung auch die Grünpflege am Straßenrand sowie auch der Räumdienst im Winter und das bedeutet vor allem eins: Kosten.

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