Ortstermin: Die Mitglieder des Planungsausschusses trafen sich auf der Wiese. Im Vordergrund ist einer der Pfähle zu sehen, mit denen die Fläche abgesteckt wurde. - © Dirk Windmöller
Ortstermin: Die Mitglieder des Planungsausschusses trafen sich auf der Wiese. Im Vordergrund ist einer der Pfähle zu sehen, mit denen die Fläche abgesteckt wurde. | © Dirk Windmöller

Löhne Löhner Architekt verwirft Pläne für das Wohngebiet "Zum Flachsland"

Henning Bökamp kritisiert nach der Ablehnung seines Projektes eine "polemische und bewusst falsche Diskussion".

Dirk Windmöller
11.05.2019 | Stand 11.05.2019, 17:03 Uhr

Der Löhner Architekt Henning Bökamp wollte im Wohngebiet "Zum Flachsland" zwei Mehrfamilienhäuser bauen. Das Konzept wurde von der Politik mit großer Mehrheit abgelehnt. Jetzt hat Bökamp in einer Presseerklärung klar gemacht, dass er auf der Fläche auch keine anderen Pläne verfolgen will. Im Hauptausschuss war beschlossen worden, eine zweigeschossige Bebauung zu ermöglichen. Diese solle jedoch offener erfolgen, als im Konzept der Lebenswert GmbH von Henning Bökamp vorgesehen. "Aus persönlicher und fachtechnischer Sicht ist der Beschluss keine Lösung für eine mögliche Bebauung für einen bezahlbaren Wohnraum im Geschosswohnungsbau. Aus diesem Grund ist die Entscheidung gefallen, sich aus dem Projekt zurückzuziehen. Dieses wurde der Verwaltung in einem persönlichen Gespräch erläutert und mitgeteilt", schreibt Bökamp. "Polemisch und bewusst falsch diskutiert" Er kritisiert die aus seiner Sicht unsachlich geführte Diskussion. "Die Art und Weise des demokratischen Diskurses ist mehr als bedenkenswert, jeder der daran bisher beteiligt war, sollte sich hier seine Gedanken machen. In der Sache wurde oft und wiederholt polemisch, polarisierend, persönlich und bewusst falsch diskutiert". Der Beschluss des Ausschusses führe dazu, dass es mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit zu einer Bebauung mit Einfamilienhäusern kommen werde. "Diese Klarheit ist bis heute nicht Grundlage der politischen Aussagen. Das wäre ehrlich und dann auch in Ordnung". Sein Fazit: Die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum wird so in Zukunft nicht gelingen. Einfamilienhäuser vorstellbar Dass Bökamp mit seiner Einschätzung Recht haben könnte, bestätigte Baudezernent Ulrich Niemeyer in der Sitzung des Hauptausschusses: "Ein weiterer Erschließungsträger hat sich gemeldet, der sich auf dem Gelände den Bau von Einfamilienhäusern vorstellen könnte."

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