Löhne Eltern wollen Gebühren für die Kita abschaffen

Jugendamtselternbeirat: Thomas Michael: „Bildung fängt nicht erst in der Schule an“

Susanne Barth

Löhne. Die Höhe der Kita-Gebühren variiert in Nordrhein-Westfalen enorm. In Düsseldorf ist der Besuch im Kindergarten für über Dreijährige kostenlos, die Stadt Düren verzichtet seit August komplett auf Kitabeiträge, während die Gebühren in Löhne ans Bruttoeinkommen der Eltern gekoppelt sind. Der neu gewählte Jugendamtselternbeirat, der die Interessen von Eltern im Bereich der Kindertageseinrichtungen vertritt, hat sich die Abschaffung der Elternbeiträge auf die Fahne geschrieben – für alle Löhner. Thomas Michael ist der 1. Vorsitzende und Mitglied im Jugendhilfeausschuss. In der jüngsten Sitzung am Mittwochabend nutzte er seine Redefreiheit und hat bei den Fraktionen um Unterstützung gebeten. „Bildung fängt nicht erst in der Schule an und dafür zahlt man schließlich auch nicht", argumentiert Michael. Unter 18.000 Euro Jahreseinkommen - dann ist die Kita umsonst Das Thema ist komplex, so der Löhner weiter, „und an Geld gekoppelt". Es geht um 1,4 Millionen Euro Elternbeiträge im Jahr. Um die Politik für das Thema zu sensibilisieren, hat der Jugendelternbeirat vorab einen Brief an die Fraktionen verfasst und um Stellungnahme gebeten. Auch gab es vor dem Ausschuss ein Gespräch mit Bürgermeister Bernd Poggemöller und Dezernentin Beatrix Becker. In der Stadt Löhne sind die Beiträge gestaffelt. Die unteren Einkommensschichten bis zu einem Jahreseinkommen von 18.000 Euro zahlen für den Kindergartenbesuch keinen Cent. Wer mehr verdient, den bittet die Stadt zur Kasse. Die Einkommensgruppe bis zu 49.084 Euro zahlen für Kinder unter drei Jahre 141,60 Euro im Monat, bei Kindern über drei Jahren 76,30 Euro (bei einer Betreuungszeit von 35 Stunden die Woche). Ungerecht sei diese Staffelung. Michael: „Wir möchten eine spürbare finanzielle Entlastung für alle Eltern."

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