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Schließt bald: Christian Petzold (li.) und Axel Brinkmann vor dem Edeka-Markt in der Steinstraße. - © Dirk Windmöller
Schließt bald: Christian Petzold (li.) und Axel Brinkmann vor dem Edeka-Markt in der Steinstraße. | © Dirk Windmöller

SPD prüft Voraussetzung für neuen Supermarkt in Obernbeck

Stadtgespräch: Der Edeka an der Steinstraße schließt zum zweiten Advent. Die Nachricht hat in den sozialen Netzwerken für ordentlich Diskussion gesorgt. Ortsverein der Sozialdemokraten bedauert die Schließung

Susanne Barth
13.11.2018 | Stand 13.11.2018, 15:23 Uhr

Löhne. Nicht mehr zeitgemäß, hohe Investitionskosten, unbefriedigende Parkplatzsituation: Viele Faktoren haben bei den Inhabern zu der Entscheidung geführt, den Edeka-Markt an der Steinstraße in Obernbeck zu schließen. „Wir, die Familien Brinkmann und Petzold, sehen als Eigentümer an diesem Standort leider keine dauerhaft gute Perspektive mehr, den Markt wirtschaftlich erfolgreich zu betreiben", erklärte Axel Brinkmann vergangene Woche. Der Supermarkt schließt am 8. Dezember. Diese Nachricht hat in den sozialen Netzwerken eine enorme Diskussionswelle ausgelöst und auch die Ortsgruppe der Sozialdemokraten äußert sich in einer Stellungnahme dazu. Die Beträge auf der Facebookseite der Löhner NW sind vielfältig. Einige drücken ihr Bedauern aus – „Ich fand es immer gut, dass der Markt nicht so riesig ist. Kurze Wege, man ist zügig mit dem Einkaufen fertig" – andere sind wütend – „Das ist ja eine Katastrophe für Obernbeck und vor allem auch für unsere Senioren." "Schade für die Obernbecker" Mit „schade" betiteln viele die Nachricht der Schließung. Gaby Schiermeier schreibt: „Mein geliebter Neukauf, ein Verlust für Obernbeck." Denise Krüger glaubt, dass die Entscheidung den Besitzern bestimmt nicht leicht gefallen ist: „Im heutigen Zeitalter mit den ganzen Vorschriften und Auflagen, die erfüllt werden müssen, ist es nicht so leicht, solch ältere Märkte zu betreiben. Schlussendlich eine nachvollziehbare Entscheidung, die dennoch schade für die Bewohner von Obernbeck ist." Thomas Meyer findet die Einstellung zum Personal der Betreiberfamilie lobenswert: „Schön, dass du deinen Mitarbeitern weiterhin einen sicheren und modernen Arbeitsplatz bietest." »Von Obernbeck nach Mennighüffen fahren – nein danke« Damit bezieht er sich auf die Aussage von Axel Brinkmann, dass die Mitarbeiter an den anderen Standorten der Brinkmann-Petzold-Märkte weiterbeschäftigt werden. Die meisten von ihnen im neuen Edeka im Fachmarktzentrum Mennighüffen. Eröffnung soll am 12. Dezember sein. Die Fahrt nach Mennighüffen über die Lübbecker Straße wollen viele Diskussionsteilnehmer nicht auf sich nehmen. „Die Verkehrssituation wird mich von unserer Stelle aus niemals freiwillig nach Mennighüffen hoch locken. Wenn ich erstmal ’ne Ewigkeit durch den Stau brauche, um dort anzukommen", schreibt Ann Lach und bekommt Unterstützung von Daniela Hofsäß: „Oh nein! Für Kleinigkeit jetzt in den Marktkauf, na super. Und nach Mennighüffen von Obernbeck fahren – nein danke!" Auch für Tanja Krömker undenkbar: „Ich fahr doch nicht nach Mennighüffen, wo ständig Stau herrscht." Der SPD Ortsverein Obernbeck äußert sich ebenfalls zur Schließung des Supermarkts und blickt auf die Historie zurück. „Der erste Supermarkt in Löhne eröffnete Mitte der Sechzigerjahre im späteren Stadtteil Obernbeck. Nach dessen Schließung und Umnutzung fanden die Bürger jedoch eine neue Alternative der Nahversorgung an der Steinstraße. Leider sind deren Tage aber jetzt auch gezählt." "Spürbarer Verlust" Mit großem Bedauern und Betroffenheit hat die Obernbecker SPD die beabsichtigte Schließung des Edeka Supermarktes in der Steinstraße zur Kenntnis nehmen müssen. „Gerade für die weniger mobilen Bürgerinnen und Bürger aus Obernbeck bedeutet das einen spürbaren Verlust im Stadtteil", schreibt die SPD in ihrer Stellungnahme. Der Ortsverein würde sich daher wieder die Niederlassung eines Nahversorgers in diesem Stadtteil von Löhne wünschen und prüft deren Voraussetzungen.

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