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Schließt bald: Christian Petzold (li.) und Axel Brinkmann vor dem Edeka-Markt in der Steinstraße. - © Dirk Windmöller
Schließt bald: Christian Petzold (li.) und Axel Brinkmann vor dem Edeka-Markt in der Steinstraße. | © Dirk Windmöller

Löhne Edeka-Markt an der Steinstraße schließt

Nicht mehr zeitgemäß: Die Familie Brinkmann-Petzold trennt sich von dem Markt unmittelbar vor der Eröffnung des neuen Marktes in Mennighüffen am 12. Dezember

Dirk Windmöller
07.11.2018 | Stand 07.11.2018, 10:20 Uhr

Löhne. Der Edeka-Markt Brinkmann an der Steinstraße schließt am 8. Dezember. „Wir, die Familien Brinkmann und Petzold, sehen als Eigentümer an diesem Standort leider keine dauerhaft gute Perspektive mehr, den Markt wirtschaftlich erfolgreich zu betreiben", erklärt Axel Brinkmann. Die Mitarbeiter werden an den andere Standorten der Brinkmann-Märkte weiter beschäftigt. Die meisten von ihnen im Markt, der zum Fachmarktzentrum Mennighüffen gehören wird. „Dort eröffnen wir am 12. Dezember. Es gibt also einen nahtlosen Übergang", sagt Brinkmann. An der Steinstraße wurde der erste Supermarkt 1972 unter dem Namen „basar" im Gebäude einer alten Möbelfabrik aus den 1950er Jahren eröffnet. Später wurde der Markt als Allfrisch betrieben und gehört seit 1999 zur Brinkmann-Gruppe. „Wir gehen davon aus, dass sich an der Steinstraße der älteste ununterbrochen betriebene Lebensmittelmarkt von Löhne befindet", sagt Brinkman. "Der Bau ist schon lange nicht mehr zeitgemäß" Und er sei der einzige, der nicht in einem modernen Gebäude betrieben wird, das für diesen Zweck errichtet wurde. „Der Bau ist schon lange nicht mehr zeitgemäß. Der entspricht zum Beispiel schon längst nicht mehr den energetischen Standards. Auch die Parkplatzsituation ist nicht zufriedenstellend. Dazu kommt, dass wir in absehbarer Zeit in neue Kühltheken investieren müssten", sagt Brinkmann. Ein Neubau sei an dieser Stelle nicht möglich. „Die Grundstückssituation lässt das nicht zu." All diese Faktoren hätten zu der Entscheidung geführt, den Markt zu schließen und darauf zu setzen, dass die Brinkmann-Kunden künftig den neuen Standort auf dem Gelände des Fachmarktzentrums nutzen. Dass die Edeka am ehemaligen Brinkmann-Standort eine NP-Filiale ansiedelt, hält Brinkmann ebenfalls für unwahrscheinlich. Das Unternehmen würde die Situation wohl ähnlich einschätzen. Alle Mitarbeiter werden weiter beschäftigt Die Schließung sei nicht von langer Hand geplant gewesen. „Wir hatten ursprünglich geplant, abzuwarten wie sich die Märkte entwickeln. Weil aber Markt in Mennighüffen deutlich später fertig wird als erwartet, haben wir uns zu diesem Schritt entschlossen." Der Zeitpunkt sei auch günstig, weil man durch den fließenden Übergang alle Mitarbeiter weiter beschäftigen könne. „Das war uns sehr wichtig", Christian Petzold. Am neuen Standort finden nicht nur die Kunden ein schönes und zeitgemäßes Umfeld. „Auch für die Mitarbeiter verbessern sich die Arbeitsbedingungen und sie haben natürlich viel bessere Sozialräume", sagt Axel Brinkmann. Eröffnung ist am 12. Dezember Auf dem Gelände des Fachmarktzentrums an der Lübbecker Straße in Mennighüffen laufen die Arbeiten auf Hochtouren. Dort türmen sich zurzeit noch Schuttberge vor den Neubauten. „Uns wird gesagt, dass alles nach Plan läuft", sagt Brinkmann. Die alten Steine sollen zermahlen werden und als Untergrund der künftigen Parkplätze an Ort und Stelle verbaut werden. Eröffnen wird am 12. Dezember nicht nur Edeka-Markt. Auch die anderen Händler öffnen dann zum ersten Mal ihre Türen. Neben weiteren Filialisten gehören ein Aldi-Markt sowie ein Drogerie- und Schuhdiscounter dazu.

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