Leonie (8) füttert Lama Horst, während Marcel Eggert es am Strick hält. - © Susanne Barth
Leonie (8) füttert Lama Horst, während Marcel Eggert es am Strick hält. | © Susanne Barth

Löhne Tierischer Besuch zum Kita-Jubiläum

25 Jahre: Die Lamas Horst und Knut stolzieren über das Gelände der AWO-Einrichtung in Mennighüffen, die die erste Kita in Löhne ohne kirchlichen Träger war. Fünfte Gruppe feierlich eingeweiht

Susanne Barth

Löhne. Nicht nur bunte Luftballons und eine riesengroße Kuchenvielfalt gab es zum 25. Geburtstag der AWO-Kita Mennighüffen. Die Löschgruppe kam zum Gratulieren, zwei Lamas vom Wittekindshof durften gestreichelt werden und auch ganz hohe Tiere aus der Politik haben die Einrichtung am Freitagnachmittag besucht. Bei der AWO-Kita gab es nämlich gleich doppelten Anlass zum Feiern. Die Einrichtung gibt es nunmehr seit einem Vierteljahrhundert und die fünfte Kitagruppe konnte endlich ins neu errichte Gebäude ziehen. In Löhne fehlt es an Kindergartenplätzen. „Zwischen 2012 und 2016 gab es 30 Prozent mehr Geburten", sagt Bürgermeister Bernd Poggemöller in seiner Begrüßungsrede. „Der Neubau schließt eine große Lücke in der Kinderbetreuung unserer Stadt", so Poggemöller weiter. 93 Kinder werden aktuell in der AWO Einrichtung, die seit 2007 auch Familienzentrum ist, betreut. „Platz ist ein großes Pfund, das diese Kita hat" Die fünfte Kindergartengruppe ist bereits seit September des vergangenen Jahres Teil der AWO-Gemeinschaft. Da stand das neue Gebäude aber noch längst nicht. In Mennighüffen wurde kurzerhand zusammengerückt: „Wir haben die Turnhalle als Provisorium genutzt", sagt die Leiterin Elke Rohde. Für die Kinder sei der Beginn im bestehenden Haus toll gewesen. Rohde: „So haben sie alle Erzieher und anderen Kinder sofort ganz nah kennengelernt." Seit Ende Juni ist das neue Gebäude auf dem Gelände der Kita fertig und mit Leben gefüllt. „Platz ist ein großes Pfund, das diese Kita hat", sagt Jugendamtsleiter Jürgen Förster. Bei anderen Einrichtungen könne kein neues Gebäude entstehen, auch wenn mehr Kapazität gebraucht werde. Ein großer Raum lädt zum Spielen ein, integriert ist eine Küche, es gibt einen Schlafbereich und ein Differenzierungsraum ist gleichzeitig Essplatz. Und auch auf dem Außengelände gibt es beim Fest für die Kinder, Geschwisterkinder und Eltern Neues zu erleben. Rohde: „Sandkasten, eine Rutsche und Kletterbäume sind neu." Hinzu kommen zwei Lamas vom Wittekindshof, die aber nur für den Nachmittag die Kinder bespaßen. Lamas und Löschaktionen Auch die Löschgruppe Mennighüffen ist mit vier Kameraden angereist. Hier testen Havin, Thorge und Marten wie viel Kraft Wasser haben kann und versuchen damit die hölzernen Flammen zu löschen. Auch ins große Feuerwehrauto dürfen die Kleinen einsteigen und staunen. „Für die Kinder ist es ganz schön und für uns sind solche Aktionen enorm wichtig", sagt Christian Sander von der Feuerwehr. Schließlich muss Nachwuchs her. Leonie lässt die Feuerwehr links liegen und füttert lieber Lama Horst. „Das ist toll", sagt die Achtjährige, die längst die Kita verlassen hat und zur Grundschule geht. „Aber meine kleine Schwester ist hier irgendwo." Die AWO-Kita ist der erste Kindergarten ohne kirchlichen Träger im Stadtgebiet gewesen. „Wir sind hier gut angenommen worden und pflegen eine tolle Nachbarschaft", sagt Rohde. Davon hat sich auch Norbert Wellmann, Vorsitzender Präsidium des AWO-Bezirksverbands überzeugt: „Hier ist ein Ort des Lebens und des Lernens." Kinder bestimmen den Weg, den unserer Gesellschaft gehen wird, sie sind die Zukunft. Wellmann: „Wir als AWO wollen diesen Satz mit Leben füllen."

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