Das deutsche Team bei den World Championships of Performing Arts. Mit dabei ist die Löhnerin Imke Eilbracht und die Bielefelderin Victoria Lüking. - © Brix Schaumburg
Das deutsche Team bei den World Championships of Performing Arts. Mit dabei ist die Löhnerin Imke Eilbracht und die Bielefelderin Victoria Lüking. | © Brix Schaumburg

Löhne Imke Eilbracht und Victoria Lüking haben es ins Halbfinale geschafft

Löhnerin hat mit ihrem Schauspiel überzeugt, Bielefelderin trumpfte mit beiden Laufsteg-Gänge in Los Angeles auf. Wettbewerb geht bis Sonntag

Susanne Barth

Löhne. 60 Sekunden sind lang, wenn man den Atem anhalten muss. Um andere vom eigenen Talent zu überzeugen, kann eine Minute verdammt kurz sein. Doch nur eben diese 60 Sekunden blieben Imke Eilbracht aus Löhne und Victoria Lüking aus Bielefeld, um der Jury in Los Angeles ihre Model- und Schauspielfähigkeiten zu zeigen. Es hat gereicht: Beide jungen Frauen haben es bei den World Championships of Performing Arts ins Halbfinale geschafft. Die World Championships of Performing Arts ist das Olympia für die schönen Künste. Mehr als 60 Nationen nehmen an dem Wettbewerb in den USA teil und messen sich im Schauspiel und Gesang, beim Tanzen oder Modeln. Die beiden jungen Frauen aus OWL sind Teil des deutschen Teams, das es in diesem Jahr zum ersten Mal gebildet hat. Bisher gab es bei den Meisterschaften nur ein Team Europa, teilt Imke Eilbracht mit. Spannend ist die Zeit in Long Beach / Los Angeles, schreibt die Löhnerin via Mail an die Redaktion. Viele tolle Menschen hätten sie schon kennengelernt und auch schon Freundschaften geschlossen. "Tolle Gelegenheit zum Netzwerken" Anfang der Woche war es dann endlich soweit, die ersten Wettbewerbe standen an. Die erste Runde am Montag und Dienstag lief sehr gut für das Team Germany, schreibt die leidenschaftliche Schauspielerin. „Wir waren alle sehr zufrieden und stolz auf uns", so Imke Eilbracht. Die Löhnerin, die ihr Abitur am Städtischen Gymnasium gemacht hat, hat sich für drei Schauspielwettbewerbe angemeldet. Sie zeigte ihr Talent mit Komik, einer zeitgenössischen Szene und in der freien Kategorie. Die Texte mussten auf Englisch sitzen – und saßen. „Ich bin mit meinem Schauspiel ins Halbfinale gekommen", freut sie sich. Und auch die Bielefelderin Victoria Lüking hat die Jury mit ihrem Modeltalent überzeugt. In beiden Kategorien, legere Kleidung und Schwimmoutfit, darf sie im Halbfinale erneut über den Catwalk schreiten und sich weiterhin auf eine Medaille freuen. Denn wie bei Olympia gibt es bei den World Championships of Performing Arts Medaillen für die Gewinner der einzelnen Kategorien. Fast noch wichtiger können aber die so genannten „Go sees" werden. „Da bekommt man die Gelegenheit, mit Schulleitern von Schauspielschulen, Produzenten und Agenten zu reden, indem man von ihnen zu Gesprächen eingeladen wird", erklären die beiden jungen Frauen. Somit kann der Trip nach Hollywood auch eine Eintrittskarte in die kreative Welt sein. „Es geht viel um Netzwerken. Man kann auch Verträge und Stipendien gewinnen." Im Finale stehen die beiden Frauen aus OWL nicht mehr. Dafür ein anderer Deutscher: Breakdancer Michael Finn. Er hat es als Einziger aus dem, Team bis in die letzte Runde geschafft. Eilbracht: „Er ist damit der erste Deutsche, in dem Finale einer WCOPA, da es bisher immer nur ein Team Europe gab und wir somit dieses Jahr das erste Team Germany sind."Und auch sonst habe es noch nie ein deutscher Teilnehmer ins Finale des Wettbewerbs geschafft. Für die beiden Frauen aus OWL geht es zum Ende der Zeit in Los Angeles also nicht noch einmal auf die Bühne. Über den roten Teppich dürfen sie dennoch schreiten. „Danach geht es in den Theatersaal, um unserem Mikey die Daumen zu drücken und mitzufiebern."

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