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Ärgert sich über den Müll: Günter Dobras, Vorsitzender des ASV Löhne. - © Jemima Wittig
Ärgert sich über den Müll: Günter Dobras, Vorsitzender des ASV Löhne. | © Jemima Wittig

Müllproblem am Fichtensee

Angler sind sauer: Regelmäßig müssen die Mitglieder des ASV Löhne rund um die Gewässer, die sie gepachtet haben, den Müll wegräumen. Der wird besonders am Fichtensee immer mehr. Das Problem der illegalen Entsorgung ist ein Dauerthema. Bürger können dafür auch den Mängelmelder der Stadt nutzen

Dirk Windmöller
03.04.2018 | Stand 03.04.2018, 12:01 Uhr

Löhne. Rund 400 Mitglieder hat der Angelsportverein Löhne (ASV). Aus Leidenschaft fürs Angeln sind sie in den Verein eingetreten. Die Freude am Hobby wird jedoch zunehmend durch das wachsende Müllproblem an und in den Gewässern getrübt. Sieben Gewässer hat der Angelverein gepachtet. Darunter sind die Werre und der Fichtensee. Dort dürfen die Angler die Fische aus dem Wasser holen und sind verpflichtet, für die Sauberkeit zu sorgen. "Beim Fichtensee müssten wir jede Woche aufräumen" „Wir haben vier Gewässerwarte, die sich um die verschiedenen Gewässer kümmern", sagt der ASV-Vorsitzende Günter Dobras. Und die haben alle Hände voll zu tun. Sehr viel Arbeit haben die Aktiven des Vereins mit dem Fichtensee. „Einmal im Monat sind wir mindestens an jedem Gewässer und räumen den Müll weg. Beim Fichtensee müssten wir eigentlich einmal in der Woche aufräumen. Das wird immer schlimmer." In letzter Zeit sei es häufiger vorgekommen, dass ganze Kofferraumladungen voller Brotreste am See entsorgt wurden. Teilweise steckten die Brote noch in Plastiktüten. „Das ist eine Sauerei. Davon werden die Ratten angelockt." Der See ist schon seit vielen Jahren ein beliebter Treffpunkt. In letzter Zeit würden jedoch immer mehr Flaschen und anderer Müll nach den nächtlichen Gelagen liegen gelassen. „Bei einem unserer Einsätze haben wir rund drei Kubikmeter Flaschen gesammelt", sagt Dobras. Mehr als 1.000 Euro Kosten im Jahr hat der Verein für die Entsorgung des Mülls, die er an seinen Gewässer sammelt. Eine Lösung gibt es für dieses Problem nicht. Dobras bleibt nur der Appell, keinen Müll zu hinterlassen. Wer aber zum Beispiel beim Entsorgen von Brot erwischt wird, dem drohen hohe Geldstrafen. "Dieses Problem beschäftigt uns ständig" Wilder Müll ist in Löhne ein Dauerthema. „Dieses Problem beschäftigt uns ständig", hatte Abfallberater Roland Wieg vor ein paar Wochen zur NW gesagt. Das zeigte sich auch bei der Aktion Saubere Landschaft am Wochenende vor Ostern. In Gohfeld wurden zum Beispiel Styroporplatten, Autoreifen und Gartenstühle gefunden. Bürger, die wilden Müll entdeckt haben, können für eine Meldung auch den neuen Mängelmelder der Stadt auf deren Homepage nutzen. Dort lässt sich der Fundort eintragen, auch Fotos kann man hochladen. www.loehne.de/mängelmelder

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