Eis an der Fassade: Ein Anwohner hatte diese ungewöhnlichen Eiszapfen Anfang bemerkt und den Hausmeister alarmiert. - © August-Griese-Berufskolleg
Eis an der Fassade: Ein Anwohner hatte diese ungewöhnlichen Eiszapfen Anfang bemerkt und den Hausmeister alarmiert. | © August-Griese-Berufskolleg

Löhne Geöffneter Wasserhahn flutet August-Griese-Berufskolleg in Löhne

Teilräumung: Sechs Klassenräume und ein Fachraum in einem Gebäudetrakt der Berufsschule in Löhne sind geschlossen. Der Unterricht geht trotz der Beschädigungen weiter

Ulf Hanke

Löhne. Ein übers Wochenende geöffneter Wasserhahn hat Anfang März offenbar drei Tage lang das August-Griese-Berufskolleg geflutet und einen ganzen Gebäudetrakt unter Wasser gesetzt. Der Schaden ist bereits am vorvergangenen Sonntag entdeckt worden, wurde aber erst jetzt öffentlich. Derzeit werden die Räume getrocknet. Die Wände in den Fluren und Klassenzimmern der Schule bestehen aus beschichteten Spanplatten, viele sind nun feucht und aufgequollen. Die Berufsschüler sind mittelbar betroffen. Der Unterricht findet nach Angaben von Schulleiter Frank Schnelle weiter statt - ist aber auf andere Räume in der Schule verteilt worden. Der Kreis Herford als Schulträger konnte gestern auf Anfrage noch keine genauen Angaben zur Höhe des Schadens machen. "Klar ist nur: Es ist ein großer Schaden", sagte Sprecherin Julia Ollertz. Am heutigen Mittwoch soll ein Sachverständiger den betroffenen Gebäudetrakt begutachten. Danach soll überlegt werden, wann und wie die Klassenräume renoviert werden. Renovierung nicht vor den Sommerferien Schulleiter Schnelle rechnet aber nicht damit, dass vor den Sommerferien wieder Unterricht in den Räumen stattfinden kann. Betroffen ist vor allem der Fachbereich Metall- und Maschinenbau.Weil am vorvergangenen Wochenende zumindest noch am Samstag tiefer Frost herrschte, gefror das Wasser außen an der Aluminiumfassade zu riesigen Eiszapfen. Nach Angaben von Schulleiter Schnelle hat ein Anwohner das Eis an der Fassade bemerkt und den Hausmeister alarmiert. Warum der Wasserhahn übers Wochenende geöffnet war, ist unklar. "Darüber können wir nur spekulieren", sagte Schnelle im Gespräch mit der NW. Möglicherweise war eine Hauptwasserleitung in dem Gebäudetrakt am Freitag zunächst verschlossen und als im Klassenzimmer im fünften Stock der Wasserhahn aufgedreht wurde, kam kein Wasser. Als dann die Hauptleitung nicht mehr blockiert war, floss das Wasser offenbar in Strömen aus dem geöffneten Hahn und überflutete die Schule übers Wochenende. Schüler im Einsatz "Das Wasser hat sich kegelförmig im ganzen Gebäude verteilt", sagte Frank Schnelle. In den vergangenen Tagen haben viele helfende Hände gesaugt, gewischt und feuchte Dämmung aus den Zwischendecken entsorgt. Die Griese-Schüler haben Tische und Stühle aus dem Gebäude herausgetragen und in zwei Containern vor der Schule zwischengelagert. Das Wasser hat auch einen relativ neuen Fachraum für Elektro-Pneumatik sowie einen Computerarbeitsplatz unter Wasser gesetzt. Lehrer und Schüler haben deshalb einen alten Fachraum, der über Drucklufttechnik verfügt, wieder reaktiviert und die Einrichtung in diesen Raum verlagert.

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