Putzfrauenaltar: Künstlerin Cecilia Herrero-Laffin zeigt in der Galerie der Werretalhalle ihre Ausstellung "Arbeiterinnen". - © Susanne Barth
Putzfrauenaltar: Künstlerin Cecilia Herrero-Laffin zeigt in der Galerie der Werretalhalle ihre Ausstellung "Arbeiterinnen". | © Susanne Barth

Löhne Cecilia Herrero-Laffin schafft einen Altar für Putzfrauen

Die argentinische Künstlerin zeigt in der Galerie der Werretalhalle ihre Ausstellung „Arbeiterinnen“. Eröffnung ist am Donnerstag, 23. November, um 19.30 Uhr. Weitere Aktionen mit der Künstlerin sind geplant

Löhne. Frauen, die in der Wahrnehmung der Menschen oft verschwinden, gibt die Künstlerin Cecilia Herrero-Laffin Raum. Die Argentinierin, die seit 17 Jahren in Bielefeld lebt, zeigt Putzfrauen, Marktfrauen und Fabrikarbeiterinnen. Im Fokus ihrer Kunst stehen all jene, die im Alltag übersehen werden. Die Ausstellung „Arbeiterinnen" eröffnet die Künstlerin am Donnerstag, 23. November, um 19.30 Uhr in der Galerie der Werretalhalle. Das Thema Frauen und Arbeit beschäftigt Cecilia Herrero-Laffin seit den 90er-Jahren. Damals hat sie Wandbilder in Hamburg ausgestellt. Sie blieb dabei und holt die hart arbeitenden Frauen aus dem Schatten ins Licht. Die Szenerien für ihre Werke entdeckt sie auf Märkten in Nicaragua oder in Textilfabriken in Argentinien. Dabei stellt sie die Arbeiterinnen realistisch dar. „Ich bilde die Menschen ab, so wie sie sind", sagt die Künstlerin. Ohne Aufhübschung, ohne Chichi. Herrero-Laffin: „Ich spiele nicht mit dem Bild, sondern mit der Technik." „Für den Betrachter wird es nie langweilig" Hier sind ihr scheinbar keine Grenzen gesetzt. „Immer die gleiche Technik würde mich langweilen." Herrero-Laffin probiert lieber aus. Ob großformatige Bilder aus einem eigens hergestellten Ölgemisch, Fotodruck auf Aquarellpapier, Holzschnitte als Relief oder einen Altar für Putzfrauen mit Tonfiguren und Putzutensilien: Die Künstlerin stellt ihr Thema mit den unterschiedlichsten Schaffensformen immer wieder neu dar. „Für den Betrachter wird es nie langweilig", sagt Bärbel Hamel, die die Ausstellungen in der Galerie der Werretalhalle organisiert. „Es ist überraschend, wie völlig unterschiedlich die Kunst ist." Für ihre Projekte, Ausstellungen und Arbeiten ist Cecilia Herrero-Laffin, die 1960 in Argentinien geboren wurde, ständig unterwegs. Seit 2001 hat sie ihren festen Wohnsitz in Bielefeld. Während der Wirtschaftskrise ihres Heimatlandes zog es sie zurück. Mit Videos, Skulpturen und Fotografien skizzierte sie engagierte Arbeiterinnen einer Textilfabrik, die vor der Schließung stand. „Die Arbeiterinnen gaben nicht auf, produzierten weiter", erinnert sie sich. Sie sind das Herzstück ihres Projekts, das einen ästhetischen und nachhaltigen Einblick in dessen Arbeit gibt. ´?Zur Eröffnung der Ausstellung „Arbeiterinnen" am Donnerstag, 23. November, um 19.30 Uhr führt Gleichstellungsbeauftragte Monika Lüpke ins Thema. Zur Vernissage gibt es Musik von Graciela Medina aus Argentinien ( südamerikansiche Harfe, Charango , Gitarre) und Hannelore Wieland aus Deutschland (Gitarre, Oktavgitarre, Mandoline), die als Cuerdas Mágicas gemeinsam musizieren.

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