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Sind vom Projekt überzeugt: Stephan (v.l.) und Matthias Remmert, Stephan Schwartze, Staatsekretär Dirk Wiese, und Thomas Peitz. - © Dirk Windmöller
Sind vom Projekt überzeugt: Stephan (v.l.) und Matthias Remmert, Stephan Schwartze, Staatsekretär Dirk Wiese, und Thomas Peitz. | © Dirk Windmöller

Löhne Bauteile aus dem Drucker

Remmert: Dirk Wiese, Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, informierte sich über ein Projekt, das in drei Jahren dazu führen soll, dass die neue 3-D-Drucktechnologie im Unternehmen eingesetzt werden kann. Miele ist Projektpartner

16.08.2017 | Stand 15.08.2017, 18:26 Uhr

Von Dirk Windmöller Löhne. Wenn es um den nächsten Technologiesprung geht, dann ist von Industrie 4.0 die Rede. Bei Remmert beschäftigen sich die Experten unter anderem im Rahmen des Projekts „DigiKAM“ (Digitales Kollaborationsnetzwerk zur Erschließung von Additive Manufacturing) mit diesem Thema. Dieser sperrige Begriff lässt sich durch das Thema 3-D-Druck mit Leben füllen. Darüber informierten sich Dirk Wiese, parlamentarischer Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium und der SPD-Bundestagsabgeordnete Stefan Schwartze. Das Unternehmen für Lagertechnik, Automationslösungen und Logistiksoftware produziert maßgeschneiderte Regalsysteme für Industriekunden. Und da verspricht sich Remmert einen Innovationssprung beim Einsatz der neuen 3-D-Technologie. Mit 3-D-Druckern können Kunststoff- und Metallteile, die mit Hilfe eines Computers konstruiert werden in kleinsten Stückzahlen ausgedruckt werden. Welche Möglichkeiten für Remmert bestehen, soll durch das Projekt, das eine Laufzeit von drei Jahren hat, geklärt werden. „Das Ziel ist, dass wir in diesen drei Jahren den Einstieg in die Technologie schaffen“, sagt der technische Leiter Thomas Peitz. Erfolgreich sei es dann gelaufen, wenn mindestens drei bis vier Komponenten, die bei Remmert verbaut werden, in 3-D-Technologie entstehen. Neben dem Einbau von Neuteilen könnte auch im Ausdruck von Ersatzteilen eine Perspektive liegen. „In ganz ferner Zukunft könnten wir dann diese Teile vielleicht direkt bei unseren Kunden irgendwo auf der Welt ausdrucken lassen und ein Experte würde sie dann einbauen“, sagt Peitz. Das Besondere an dem Projekt ist die Zusammenarbeit von Unternehmen aus den verschiedensten Bereichen. „Wir sprechen da mit Unternehmen wie Miele. Das ist schon sehr spannend, weil die natürlich einen völlig anderen Zugang zum Thema haben und uns ganz neue Impulse geben können“, sagt Geschäftsführer Stephan Remmert. Um die Drucktechnik kümmert sich die Firma Krause Dimatec aus Bielefeld. Das Netzwerk, das sich gebildet habe, mache den Reiz aus. Gefördert wird das Projekt bei Remmert vom Bundeswirtschaftsministerium mit 203.000 Euro. „Für mich ist es schon beeindruckend zu sehen, welches Entwicklungspotenzial in den Unternehmen steckt“, sagt Staatssekretär Dirk Wiese beim Unternehmensbesuch. Da müsse sich Ostwestfalen nicht verstecken. Das empfindet auch Stefan Schwartze so. Vor seinem Einzug in den Bundestag hat er bei der Firma Kannegießer in Vlotho als Industriemechaniker gearbeitet. „Da hat sich in den acht Jahren eine Menge getan“, sagt er. Dass ohne gutes Personal die Industrie 4.0 Zukunftsmusik bleibt, wurde ebenfalls deutlich. „Noch finden wir gute Leute, aber es wird schwerer“, sagt Stephan Remmert.

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