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Im Gerichtssaal: Der Angeklagte mit seinem Verteidiger Detlev Binder. - © Foto: Andreas Zobe
Im Gerichtssaal: Der Angeklagte mit seinem Verteidiger Detlev Binder. | © Foto: Andreas Zobe

Löhne Staatsanwalt fordert sechs Jahre Haft im Spatenstiel-Prozess

Landgericht Bielefeld: Verhandlung wird mit den Plädoyers fortgesetzt

Dirk Windmöller
27.04.2017 | Stand 28.04.2017, 16:08 Uhr

Löhne. Vor dem Landgericht Bielefeld wird der Spatenstiel-Prozess fortgesetzt. In seinem Plädoyer forderte Staatsanwalt Christoph Mackel eine sechsjährige Haftstrafe. Mit dieser Forderung bleibt die Staatsanwaltschaft nur unwesentlich unter dem geforderten Strafmaß am Ende des ersten Prozesses im Dezember 2015. Damals wurde sechseinhalb Jahre Haft gefordert. Die Nebenkläger-Anwälte sprachen sich für unterschiedliche Strafmaße aus. Christian Thüner, Andreas Stuke und Deborah Weinert forderten sechseinhalb Jahre. Die Anwältinnen Ilhaniye Öztürk und Zeliha Evlice forderten wegen einer unterschiedlichen Bewertung zehn beziehungsweise elf Jahre Haft für den Angeklagten. Für einen Freispruch plädierte Detlev Binder als Verteidiger des Angeklagten. Die Staatsanwaltschaft beschuldigt den Angeklagten, das Opfer Harun Aydurmus im Mai 2015 vor dem Löhner Bahnhof so geschlagen zu haben, dass er an seinen Verletzungen gestorben ist. Der Fall ist bereits vor dem Landgericht verhandelt worden. Im Dezember 2015 wurde der 28-Jährige freigesprochen, da er in Notwehr gehandelt haben soll. Staatsanwaltschaft und Vertreter der Nebenkläger gingen in Revision.Der Bundesgerichtshof hat das Urteil aufgehoben, da die mögliche Notwehrsituation nicht deutlich genug herausgestellt worden sei. Aus diesem Grund muss der Prozess jetzt neu aufgerollt werden.

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