Besichtigung Heat 11 Löhne, Produktionsstandort Löhne, Heat 11, Bürgermeister Bernd Poggemöller und der Leiter des Amtes für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung Ulrich Niemeyer schauen sich die neue Produktionsstätte von Heat 11 in Löhne an. Die Geschäftsführer Torsten Schelp und Dietmar Hunold zeigen die Halle, ehemals Torwege - © Friderieke Schulz
Besichtigung Heat 11 Löhne, Produktionsstandort Löhne, Heat 11, Bürgermeister Bernd Poggemöller und der Leiter des Amtes für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung Ulrich Niemeyer schauen sich die neue Produktionsstätte von Heat 11 in Löhne an. Die Geschäftsführer Torsten Schelp und Dietmar Hunold zeigen die Halle, ehemals Torwege | © Friderieke Schulz

Löhne Die Firma Heat 11 zieht in ehemalige Torwegge-Halle

Das Unternehmen hat in Löhne eigene Produktionsstätte eröffnet. Bürgermeister und Wirtschaftsförderer schauten bei den Experten für industrielle Prozesswärme vorbei

Löhne. Seit 2010 ist die Firma Heat 11 am Markt. Nun hat das Unternehmen mit Hauptsitz in Bielefeld den nächsten Schritt gewagt und in Löhne eine eigene Produktionsstätte bezogen. Das Gebäude am Alten Kirchweg 11 ist geprägt von Maschinenbau. Mehrere Jahrzehnte produzierte die Firma Torwegge hier Holzbearbeitungsmaschinen. Seit Januar, etwa fünf Jahre nach der Schließung, sind Maschinenbauer zurück. Mit Holz hat die Produktion aber nichts zu tun. Die Firma Heat 11 hat sich der Fertigung von Industriebeheizungsanlagen verschrieben. Zunächst wurden diese von einem Zulieferer aus Hüllhorst hergestellt. Die Hauptzentrale in Bielefeld managt Verwaltung und Ingenieursplanung. „Wir sind auf Wachstumskurs und haben uns entschlossen, eine eigene Produktion zu eröffnen", sagt Geschäftsführer Dietmar Hunold. 2016 gab es einen Umsatz von rund 8,5 Millionen Euro, für das laufende Jahr rechnet Hunold mit bis zu 14 Millionen Euro. Gemeinsam mit dem zweiten Geschäftsführer, Torsten Schelp, begrüßte er Bürgermeister Bernd Poggemöller und Wirtschaftsförderer Ulrich Niemeyer in der Fertigung. Die interessierte, warum sich das Unternehmen für Löhne entschieden habe. „Wir hatten diese Region vor allem wegen unseren Mitarbeiter im Blick. Die meisten kommen aus dieser Gegend", sagt Schelp: „Zudem haben wir hier noch Kapazitäten. Aber auch die vorhandenen Kräne konnten wir gut gebrauchen." Sechs Wochen Umbauzeit Auf 2.200 Quadratmetern werden Beheizungsanlagen gebaut, die mit Thermoöl arbeiten. Die Komponenten dafür werden angeliefert, in Löhne die Anlage zusammengebaut. „Fast jedes Produkt des alltäglichen Lebens wurde in seiner Herstellung mit Wärme bearbeitet. Die Maschine, die das ermöglicht, kann von uns kommen", so Schelp, der das System in einem Satz erklärt: „Wir transportieren Wärme von A nach B." 2010 haben Schelp und Hunold das Unternehmen, an dem sechs Gesellschafter beteiligt sind, gegründet. Mit der Technik sind beide mehr als 15 Jahre vertraut: „Es ist daher nicht so, dass wir nicht wissen, wie man die Anlagen produziert", sagt Hunold. Dennoch gab es für sie Herausforderungen. „Innerhalb kürzester Zeit mussten wir die leere Halle mit allem füllen. Schweißapparate, Sägen und so weiter. Wir hatten nichts und mussten alles anschaffen. Lediglich die Hallenkräne waren vorhanden." Das schaffte das Team in nur sechs Wochen. 15 Fachleuten arbeiten in Löhne Auch bei der Personalsuche profitierten die Geschäftsführer von ihrer Erfahrung. „Wir sind nicht unbekannt in der Branche und so haben uns schon viele Bewerbungen erreicht, bevor die Pläne, eine eigene Fertigung zu öffnen, konkret wurden", erklärt Hunold. 15 Fachleute, darunter Metaller und Schweißer, sind in der neuen Produktion beschäftigt. 35 sind in den Verwaltungs- und Ingenieursstandort in Bielefeld mit einbezogen. Der Fertigungsanteil beträgt lediglich 20 Prozent – der Hauptteil besteht aus Ingenieursleistung. In allen Bereichen setzen die Inhaber auf Fachleute, um eine hohe Qualität sicherzustellen: „Das war auch einer unserer Gründe, die Produktion in die eigene Hand zu nehmen", sagt Schelp. Dass dies erst sieben Jahre nach Gründung geschah, hat ebenfalls Gründe. „Wir mussten erst an den Markt kommen und schauen, ob es klappt." Das hat die Firma geschafft. Der Name ist bekannt. „Heat bedeutet Wärme/Temperatur, das ist mir klar. Aber wofür steht die 11?", wollte der Bürgermeister wissen. „Als wir überlegten, wie wir uns nennen wollten, war der 11.11. Starten wollten wir 2011. Es war so oft die Zahl 11 im Spiel, dass wir nicht mehr drum herum kamen", sagt Schelp und lacht.

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