Erste Blume gepflanzt: Norbert Wellmann (v.l.), Iris Wolter, Yousef Hajji Abdi, Elvira Wolter, Hussein Hajji Abdi und Bürgermeister Bernd Poggemöller weihen den interkulturellen Garten ein. Foto: Schulz - © Friderieke Schulz
Erste Blume gepflanzt: Norbert Wellmann (v.l.), Iris Wolter, Yousef Hajji Abdi, Elvira Wolter, Hussein Hajji Abdi und Bürgermeister Bernd Poggemöller weihen den interkulturellen Garten ein. Foto: Schulz | © Friderieke Schulz

Löhne Ein kleines Stück Garten sorgt in Löhne für das interkulturelle Miteinander

Projekt: Geflüchtete und bereits länger in Löhne lebende Menschen mit und ohne Migrationshintergrund sollen durch den grünen Daumen in Kontakt miteinander kommen. Letzte Mieter werden gesucht

Friderieke Schulz

Löhne. Wo derzeit noch braune Erdflächen stehen, sollen bald Blumen, Gemüse und vor allem Beziehungen wachsen. Denn das Projekt „interkultureller Garten" eint Gartenfreunde aller Herkunftsländer. „Es haben sich schon einige Interessierte für eine Parzelle gemeldet", sagt Iris Wolter vom Projektträger. Die Leiterin der Fachdienste für Migration und Integration in Löhne bedauert jedoch, dass sich bislang niemand ohne Migrationshintergrund gemeldet habe: „Dafür halten wir noch zwei Parzellen zurück." Denn dann würde die Idee des Projektes keimen: Geflüchtete und bereits länger in Löhne lebende Menschen mit und ohne Migrationshintergrund sollen durch die gemeinsame Freude an der Gartenarbeit in Kontakt kommen. Platz dafür bietet sich genug in den 16 Quadratmeter großen Parzellen an der Fröbelstraße. Deren Anmietung ist übrigens kostenlos. „Das Projekt hilft Vorurteile abzubauen", ist sich Wolter sicher. Dafür bieten neben der Gartenarbeit auch Grillfeste, Workshops oder Ausflüge die Chance. „Nicht jeder hat Lust, im Garten zu arbeiten. Das erste Grillfest ist geplant Aber auch ein Salat oder Kuchen trägt zur Gemeinschaft bei", erklärt die Leiterin. Wie gut das klappt, zeigt sich bei der Eröffnung: Das Buffet ist reich gedeckt und in den Kühlschränken wartet noch mehr. Aus jedem Kulturkreis ist etwas leckeres dabei. Für das erste Grillfest am 3. Mai haben sich die ersten Parzellenmieter bereits verabredet. Neben den Mini-Gärten gehören auch eine überdachte Gemeinschaftsfläche und ein Gerätehaus, in dem die Parzellenmieter sich bedienen können, dazu. Über die Frage, was angebaut wird, haben sich die Gärtner bereits Gedanken gemacht. So möchte der Syrer Yousef Hajji Abdi gern selbst gezogene Blumen anbauen: „Es wird bunt", verrät er. Die Idee zum Projekt entstand bereits im vergangenen Jahr. Die 25.000 Euro, die das Projekt jährlich kostet, sind Fördergelder vom Landesprojektes „Komm-an NRW" und ein Eigenanteil des Projektträgers, dem Fachdienst für Migration und Integration des Bezirksverbandes der Arbeiterwohlfahrt. Ein enger Kooperationspartner ist auch die Stadt, die die Fläche zur Verfügung stellt und mit Expertise hilft. Der Gartenbedarf Oestreich hilft zudem mit Rabatten auf Sämereien für die Gärtner. Wer sich für ein kleines Stück Garten interessiert oder Fragen zum Projekt hat, der kann sich bei Elvira Jakupovic melden. Sie ist mittwochs von 9 bis 16 Uhr persönlich in der Fröbelstraße 6 anzutreffen, per Tel. (05732) 94 95 58 oder Mail: elvira.jakupovic@awo-owl.de erreichbar.

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