Der letzte Bauabschnitt: Viele Kubikmeter Erde müssen noch bewegt werden. Unser Bild zeigt die Bauarbeiten im Bereich des Löhner Kreuzes. Im Hintergrund ist die neue Löhner Werrebrücke zu sehen. - © Foto: Dirk Windmöller
Der letzte Bauabschnitt: Viele Kubikmeter Erde müssen noch bewegt werden. Unser Bild zeigt die Bauarbeiten im Bereich des Löhner Kreuzes. Im Hintergrund ist die neue Löhner Werrebrücke zu sehen. | © Foto: Dirk Windmöller

Löhne/Bad Oeynhausen Letzter Bauabschnitt der Löhner Nordumgehung beginnt

Unter anderem muss die Autobahn wegen einer neuen Brücke verlegt werden. Ab Montag wird die Fahrtrichtung Osnabrück gesperrt

Dirk Windmöller
15.07.2016 | Stand 14.07.2016, 20:21 Uhr |

Löhne/Bad Oeynhausen. Die Endphase der Bauarbeiten für die Nordumgehung hat begonnen. In den nächsten Monaten wird die neue Autobahn mit der alten A 30 und der B 61 verbunden. Am Montag startet der erste Bauabschnitt. "Die Arbeiten am Löhner Kreuz sind kompliziert. Wir müssen unter anderem eine Brücke neu bauen. Die Widerlager dieser Brücke werden dort stehen, wo noch die alte A 30 verläuft", sagt Andreas Meyer, Leiter von Straßen NRW. Die Behörde ist für den Bau der Nordumgehung zuständig. "Wenn wir die Arbeiten mit einem 10.000-Meter-Lauf vergleichen, dann nähern wir uns jetzt den letzten Runden", so Meyer. Ab Montag wird die Autobahn im etwa 1,2 Kilometer langen Baustellenbereich enger. "Wir führen die vier Spuren auf der Nordseite der Autobahn (Fahrtrichtung Bad Oeynhausen) zusammen", sagt Meyer. Entsprechend schmal sind dann die vier Fahrspuren, die auf zwei normalen Spuren und dem Seitenstreifen Platz finden müssen. Dafür wurden am Anfang und am am Ende auf mehreren 100 Metern die Mittelsteifen entfernt, um einen Seitenwechsel zu ermöglichen. Schon die Verbindung der alten Autobahn mit der neuen Autobahn ist nicht einfach. Dazu kommt noch die B 61. Auch von dort aus gibt es künftig eine direkte Verbindung zur neuen Autobahn. Doch bevor der Verkehr fließen kann, wird es auch zunächst umständlicher. "Die Verkehrsteilnehmer, die von Herford aus in Richtung Osnabrück fahren wollen, müssen für die Bauphase auf der A 30 in Richtung Bad Oeynhausen fahren und dann in Gohfeld drehen", sagt Meyer. In den nächsten Wochen gilt es, Platz zu schaffen für das eigentliche Baufeld. Zwei Brücken müssen für die Verbindung der B 61 mit der Nordumgehung über die Autobahn gebaut werden. Knackpunkt ist die erste Brücke, wenn man aus Richtung Osnabrück kommt. "Da entsteht ein Widerlager auf der Autobahn", sagt Andreas Meyer. Und weil dieses Widerlager, auch Pfeiler genannt, so dicht an der A 30 steht, wird die Autobahn verlegt. "Die ganzen Fahrspuren werden nach Süden verschoben", ergänzt Sven Johanning, Sprecher von Straßen NRW. Das bleibt auch so, wenn die Nordumgehung fertig ist. "Darüber wird dann der Verkehr in Richtung Bad Oeynhausen laufen", so Johanning. Für die Umsetzung des Projekts ist Sebastian Felgenhauer als Nachfolger von Sylke Tech zuständig. Er kennt die Zahlen. "Wir rechnen mit Kosten von 18 Millionen Euro, allein 110.000 Quadratmeter Asphalt werden für die Deckschicht verbaut", sagt er. Der 42-jährige Diplomingenieur ist seit 2014 bei Straßen NRW. Er kümmert sich sich um die Bauüberwachung in der Endphase des Baus der Nordumgehung, die jetzt beginnt. "Ein eigenes Projektteam brauchen wir jetzt nicht mehr", sagt Meyer. Felgenhauer ist der ehemaligen Projektleiterin Sylke Tech unterstellt. Sie ist jetzt Abteilungsleiterin. Die Werster Straße Der Bau des Löhner Kreuzes ist nicht die einzige Baustelle, die den Verkehr in Löhne und Bad Oeynhausen beeinflussen wird. Von Ende August bis voraussichtlich Ende Dezember ist die Werster Straße zwischen Osterfeldweg und Ostraße voll gesperrt. Dort entstehen ein neuer Geh- und Radweg sowie eine neue Querungshilfe in Richtung Brückenstraße. Für vier Wochen wird auch der Einmündungsbereich der Brückenstraße in die Werster Straße gesperrt. "Dort erneuern wir die Fahrbahndecke. Die Anlieger werden dort nie komplett abgebunden sein. Das gilt auch für das Betonwerk Bieren", betont Meyer. Die Umleitung verläuft über die Ringstraße, die Bergkirchener Straße und die Carl-Zeiss-Straße. Die Sudbachtalbrücke Im Juni 2017 wird mit dem Abriss und direkt anschließend dem Neubau der Sudbachtalbrücke begonnen. "Das Bauwerk ist mit einer Länge von 100 Metern schon eine Großbrücke, eines der größten Projekte dieser Art in den letzten Jahren", sagt Felgenhauer. Bis Ende 2018 müssen sich die Autofahrer auf eine Vollsperrung der B 61 einstellen. Ende 2018 ist auch der früheste Zeitpunkt, an dem die Eröffnung der Nordumgehung möglich sein könnte.

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