Auf der Baustelle: Baudezernent Wolfgang Helten zeigt, wo die Zufahrt verlaufen wird. - © Dirk Windmöller
Auf der Baustelle: Baudezernent Wolfgang Helten zeigt, wo die Zufahrt verlaufen wird. | © Dirk Windmöller

Löhne 90 Lkw-Ladungen Erde täglich auf die B 61 Baustelle

Erdarbeiten: Die Bauarbeiten für das Provisorium liegen im Zeitplan

Dirk Windmöller

Löhne. Auf der künftigen Strecke sind auch jetzt schon sehr viele Lkw unterwegs. Die Kipper haben ihre Ladefläche voll beladen mit Erde, die die Basis für die provisorische Zufahrt auf die B 61 bietet. "Wenn alles läuft wie geplant, dann wird ab Ende Juni der gesamte Lkw-Verkehr für das Industriegebiet über die Bundesstraße und die die neue Zufahrt abgewickelt", sagt Baudezernent Wolfgang Helten. Die Zufahrt ist während des Provisoriums durch eine Ampel geregelt. Die Ampel sorgt dafür, dass der Verkehr aus beiden Richtungen das Industriegebiet erreicht. So wird im Zufahrtsbereich die Mittelleitplanke entfernt, damit der Verkehr auch aus Richtung Herford nach links in die neue Zufahrt abbiegen kann. Mit Blick auf die dauerhafte Anbindung der B 61 trifft das Wort Provisorium nicht ganz zu. "Etwa zwei Drittel der jetzt entstehenden Zufahrt werden auch für die endgültige Verbindung genutzt", sagt Helten. Bis zu 90 Lkw täglich kippen tonnenweise Erde auf eine Fläche zwischen der B 61 und Großer Kamp. Die Erde wird von einem Radlader verteilt und von Walzen verdichtet. Hier kann man auch als Laie schon deutlich erkennen, wo die Straße bald verlaufen wird. Für die Lkw, die die Erde bringen, ist die provisorische Verbindung zur Bundesstraße schon nutzbar. Sie können aus Richtung A 30 bereits von der B 61 abbiegen und vermeiden so einen Umweg. An der Straße Großer Kamp laufen auch die Vorbereitungen für die nächste Baustelle. "Wir brauchen für die Durchfahrt unter der B 61-Brücke mehr Höhe für den Lkw-Verkehr. Aus diesem Grund muss die Straße 1,40 Meter tiefer verlaufen als bisher", sagt Helten. Voraussetzung für die Einrichtung dieser Baustelle ist ein neues Stück Straße, das parallel zum Großen Kamp verlaufen wird und dann auf die provisorische Anbindung führt. "Diesen sogenannten Bypass brauchen wir nur für die Zeit der Bauarbeiten auf dem Großen Kamp, danach wird er zurückgebaut", sagt Helten. Für die Bürger in Gohfeld könnten sich ab Juni die Verkehrsprobleme vorübergehend entschärfen. Zurzeit quält sich ein großer Teil des Lkw-Verkehrs über die Weihestraße in Richtung Industriegebiet. Sie kommen von der Autobahn und nehmen die Ausfahrt Gohfeld. Künftig ist für den Schwerlastverkehr der Weg über die B 61 und die neue Anbindung die deutlich bessere Alternative. Wenn es um die B 61 geht, dann gilt für Löhne in den nächsten Jahren: Nach den Bauarbeiten ist vor den Bauarbeiten. Die B 61-Brücke über den Großen Kamp wird im nächsten Jahr neu gebaut. "Die wird allerdings nicht im Stück abgerissen, sondern jeweils zur Hälfte", sagt Helten. So werde eine Vollsperrung der Straße vermieden. Auf die müssen sich die Verkehrsteilnehmer einstellen, wenn die Sudbachtalbrücke neu gebaut wird. Mit dem Bau der Brücke soll voraussichtlich ebenfalls im kommenden Jahr begonnen werden. Dafür muss die B 61 dann aber im Baustellenbereich komplett gesperrt werden. Aus Richtung Herford wird das Industriegebiet dann während der Bauzeit nicht zu erreichen sein. Die Stadt Löhne berichtet auch auf ihrer Internetseite über den Baufortschritt. Zu finden unter www.loehne.de/anbindung B61 http://www.loehne.de/anbindung B61

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