Sven Johanning, Sprecher von Straßen NRW, zeigt den Plan zum Ausbau der Knickstraße. - © Dirk Windmöller
Sven Johanning, Sprecher von Straßen NRW, zeigt den Plan zum Ausbau der Knickstraße. | © Dirk Windmöller

Löhne Knickstraße wird zur Großbaustelle

Rodungsarbeiten: In Exter werden Bäume gefällt. Erster Abschnitt startet im Februar

Dirk Windmöller

Löhne. Die nächste Großbaustelle, von der Löhne betroffen sein wird, steht kurz vor dem Start. In Exter laufen zurzeit die Rodungsarbeiten, um Platz zu schaffen für die neue Trasse der Knickstraße. „Wenn alles läuft wie geplant, wird mit demersten Abschnitt des Straßenbaus Ende Februar begonnen", sagt Sven Johanning, Sprecher von Straßen NRW. Die Landesbehörde ist für den Neubau der Knickstraße (B 611) verantwortlich. Der erste Bauabschnitt ist der einzige, bei dem sich der Verlauf der Straße erheblich verändern wird. Ein ganzes Stück weiter westlich, näher an der Autobahn, wird die B 611, die in Vlotho Witteler Straße heißt, in einem neuen Kreisel an die Detmolder Straße angebunden. Schon jetzt ist auf einer Wiese, die steil ansteigt, die Schneise zu sehen, die durch die Rodungen entstanden ist. Dort wird die neue Trasse gebaut. Sie ist 700 Meter lang. „Wir rechnen für diesen Abschnitt mit einer Bauzeit von rund einem Jahr", sagt Johanning. Mindestens ein halbes Jahr muss die Detmolder Straße in Exter gesperrt werden. Johanning rät, diese weiträumig zu umfahren. Anschließend, ab Frühjahr 2017, werden dann die Arbeiten zunächst auf der Witteler Straße und dann auf der Knickstraße fortgesetzt. Dann wird die Straße für die Dauer der Bauarbeiten für den Durchgangsverkehr gesperrt. Es geht um eine Streckenlänge von fünf Kilometern, auf denen der Verlauf der jetzigen Straße in weiten Teilen aufgegriffen wird. „Wir schlagen natürlich die Knicke aus der Straße", betont Johanning. Und so werden die teilweise haarsträubenden Begegnungen von Lkw in scharfen Kurven bald Vergangenheit sein. In Löhne mündet die Knickstraße auf die B 61. Die Verkehrsführung wird sich auf dem Wittel verzweigen. Wer in Richtung Herford fahren möchte, der muss etwa auf Höhe der Loher Straße links abbiegen und wird auf einem Zubringer auf die Bundesstraße in Richtung Herford geführt. Autofahrer, die in Richtung Bad Oeynhausen und 
A 30 möchten, werden von der neuen Knickstraße automatisch auf den Kreisel geführt, der jetzt bereits existiert. Er wird deutlich größer, aber auch künftig die B 61 und die Koblenzer Straße erschließen. Insgesamt rechnet Johanning mit einer Bauzeit von drei Jahren und einer Investitionssumme in Höhe von 23 Millionen Euro. Auf der künftigen Trasse in Exter wird schon fleißig gearbeitet. „Wir kommen hier eigentlich gut voran. Leider ist uns heute morgen ein Messer gebrochen", sagt Andreas Jankowski von der Firma Sägewerk Schlöme aus Goldenstedt bei Vechta. Das Unternehmen ist mit den Rodungsarbeiten an der Detmolder Straße in Exter nah an der Autobahnauffahrt beauftragt. Dafür wird eine riesige Baumschere statt einer Schaufel an einen Bagger montiert. „Die schneidet Hartholz bis 38 Zentimeter Durchmesser und weiche Hölzer wie Erlen bis etwa 45 Zentimeter", sagt Jankowski. An einem der Bäume ist die Baggerbaumschere gescheitert. Aus Verschleißgründen brach ein Messer, das die Arbeiter mittlerweile ausgetauscht haben.

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