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Gefährlich für Radfahrer: Die Parkplätze der Königstraße sollen teilweise wegfallen und für einen Radstreifen Platz machen. - © Foto: Ulf Hanke
Gefährlich für Radfahrer: Die Parkplätze der Königstraße sollen teilweise wegfallen und für einen Radstreifen Platz machen. | © Foto: Ulf Hanke

Löhne Radspur für die Königstraße

Radfahrstreifen bis zum Lehmstich geplant

Christina Nahrwold
16.05.2015 | Stand 15.05.2015, 21:10 Uhr

Löhne. Dass die Königstraße eine neue Fahrbahndecke bekommen soll, ist beschlossene Sache. "Die Straße ist in einem schlechten Zustand", bestätigte Baudezernent Wolfgang Helten. Straßen NRW plant die Sanierung der Straße für 2016, dann soll auch die Querungshilfe auf Höhe der Adler-Apotheke kommen. Klare Botschaft von Seiten der Verwaltung: "Wir wollen etwas für die Fahrradfreundlichkeit der Stadt tun", sagte Helten in der letzten Bauausschusssitzung. Geplant ist deshalb ein durchgängiger Radfahrstreifen von der Königsbrücke bis zur Kreuzung Am Lehmstich. Dafür müssten Autofahrer aber auf Parkmöglichkeiten verzichten. Konkret sehen die geplanten Umbaumaßnahmen so aus: Im nördlichen Teil der Straße zwischen Poppensiek und dem Kreuzungsbereich Jahnstraße sollen die Parkstreifen auf beiden Seiten erhalten bleiben. "Hier ist der Parkdruck so hoch, dass wir nicht guten Gewissens Parkmöglichkeiten wegnehmen können", so Helten. Dafür müssen Fußgänger auf etwas schmalerem Fuß wandern, der östliche Teil des Gehweges soll auf zwei Meter schrumpfen - eine immer noch komfortable Breite. Dafür muss die Stadt selbst in die Tasche greifen und rund 40.000 Euro zum Gesamtprojekt beisteuern. Das wurde in der Bauausschusssitzung einstimmig beschlossen. Kritisch könnte es weiter oberhalb in der Königstraße werden. Zugunsten des durchgehenden Schutzstreifens für Radfahrer ist nämlich vorgesehen, dass Autofahrer nur noch wechselseitig parken können. Das soll bereits ab der Kreuzung Jahnstraße/von-Humboldt-Straße auf Höhe der Grundschule Löhne-Bahnhof der Fall sein. Helten: "Wo und auf welcher Seite die Parkplätze sein werden, ist noch nicht klar." Auch Straßen NRW habe dazu noch keine konkreten Pläne. Klar aber ist: Unter den jetzigen Bedingungen sei die Radfahrerführung nicht vorschriftsmäßig, der Streifen für Radfahrer ist zu schmal. Straßen NRW hatte sich deswegen auch geweigert, die Markierungen zu erneuern. Helten forderte in der Sitzung ein klares Signal der Politik. "Die Frage ist, ob wir Fahrradfahrern gegenüber motorisierten Verkehrsteilnehmern den Vorrang geben. Wer das nicht beschließt, hat die Zeichen der Zeit nicht gehört." Noch habe es laut Helten von Seiten der Verwaltung keine Gespräche mit den Einzelhändlern gegeben.

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