LÖHNE Löhner SPD wählt Bernd Poggemöller als Bürgermeisterkandidat

Eindeutiges Ergebnis bei Versammlung im Bürgereck

VON DIRK WINDMÖLLER
Bürgermeisterkandidatur
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Löhne. Das ist deutlich: Mit 40 gegen 13 Stimmen hat die Löhner SPD Bernd Poggemöller zu ihrem Bürgermeisterkandidaten gewählt. Mit diesem Ergebnis ließ Poggemöller seinen Mitbewerber Stephan Klute weit hinter sich.

Um kurz nach 20 Uhr war es soweit: Christina Nesenhöner verkündete das Ergebnis und Bernd Poggemöller fielen fast hörbar tonnenschwere Steine vom Herzen. "Vielen Dank, dass ich meinen Traum weiter träume kann", bedankte er sich bei seinen Parteifreunden.

Ein optimales Gespür für das richtige Timing hatte Poggemöllers Ehefrau Ulrike. "Ich komme direkt von der Arbeit und wollte wissen, wie es ausgegangen ist. Vor dem Saal hat mir jemand erzählt, dass Bernd es geworden ist." Jubelnd fiel sie ihrem Mann um den Hals. "Ich freue mich so für ihn."

Bürgermeisterkandidatur
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Sichtlich mitgenommen von dem eindeutigen Ergebnis war Gegenkandidat Stephan Klute. "Ich hätte mir frühzeitig ein Signal gewünscht, dass nicht so viele hinter mir stehen." Bernd Poggemöller gratulierte er und betonte: "Ich denke, Du packst das. Ich wünsche Dir alles Gute."

Klute und Poggemöller kennen sich seit der Schulzeit, waren in einer Klasse. Befreundet sind sie auch, wenn auch dieses Verhältnis nicht unbelastet ist: "In den letzten Monaten stand etwas zwischen uns. Ich hoffe, dass sich das jetzt wieder ändert. Stephan, ich brauche Dich."

Getroffen hatte sich die Löhner SPD zu ihrem Parteitag, der Stadtverbandsdelegiertenversammlung, bei Pluppins im Bürgereck. Im Saal waren 53 stimmberechtigte Mitglieder zusammen gekommen.

Sie kannten die beiden Kandidaten bereits. Poggemöller und Klute hatten sich in den letzten Wochen in allen Ortsvereinen vorgestellt und erläutert, wie sie die Zukunft der Stadt als Bürgermeister mitgestalten würden. Dort gab es auch Probeabstimmungen. In der Tendenz sah es lange Zeit so aus, als würde es eine Mehrheit für Stephan Klute geben.

Poggemöller hatte offensichtlich die richtige Ahnung, dass sich der Wind in dreht. "Ich habe den Eindruck, dass es sich meine Richtung bewegt", hatte er wenige Wochen vor der Wahl gesagt. Er sollte Recht behalten.

Vor der Wahl im Saal bei Pluppins hielten die Kandidaten noch einmal eine Rede. Auf die eingeschränkte Redezeit von 20 Minuten achtete Altbürgermeister Werner Hamel als Versammlungsleiter.

Beide Kandidaten umrissen auch ihr politisches Programm. Sollte Poggemöller auch als Bürgermeister gewählt werden, könnte die demographische Entwicklung einer der Schwerpunkte seiner Amtszeit sein. "Eines wird es für mich nicht geben: eine sinkende Einwohnerzahl hinzunehmen und zu schlucken und das zum Anlass zu nehmen, unsere Leistungen und Einrichtungen runterzufahren. Denn dann geraten wir in eine Abwärtsspirale und verschlimmern die Situation." Die Bevölkerungsentwicklung könne nicht nur positiv beeinflusst werden, indem man Löhne als attraktiven Wohnstandort behalte. Auch der Wirtschaftsstandort müsse gestärkt werden. "Eine gute Politik hat sowohl die Existenzgründer aber auch die Familiengründer im Blick."

Durch Losentscheid hatte Klute als erster geredet. In seiner Rede wirkte er deutlich entspannter als Poggemöller, dem der Druck deutlich anzuhören war. Geschadet hat es dem Kämmerer nicht. "Ich freue mich auf dem Wahlkampf hatte er nach seiner Wahl gesagt" Und der hat jetzt begonnen.

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