Löhne "Ich bin ein verträumter Typ"

Interview: Nachwuchscomedian Masud über persischen Humor und sein erstes Soloprogramm

Seit knapp zwei Jahren macht Masud Akbarzadeh professionell Comedy. Von sich selbst sagt Masud, dass er ein verträumter Typ ist, der gerne alleine ist. In Selbstgesprächen habe er seine witzige Seite entdeckt. - © FOTO: ELAHE KARIMA
Seit knapp zwei Jahren macht Masud Akbarzadeh professionell Comedy. Von sich selbst sagt Masud, dass er ein verträumter Typ ist, der gerne alleine ist. In Selbstgesprächen habe er seine witzige Seite entdeckt. | © FOTO: ELAHE KARIMA

Löhne. Auf der Bühne ist er rotzfrech, schlagfertig und hat immer einen lockeren Spruch auf den Lippen. Privat beschreibt er sich als träumerisch. In seinem ersten Soloprogramm stellt sich Newcomer Masud der Welt vor. Am Freitag, 21. Februar, ist er in Löhne zu Gast. NW-Mitarbeiterin Christina Nahrwold sprach mit dem Berliner über Ethno-Comedy, Selbstgespräche auf der AIDA und seine Liebe zum Persischen.

Masud Akbarzadeh, eigentlich war Ihr Auftritt in Löhne schon im letzten Jahr geplant. Was gab es Wichtigeres als Ihre Fans in Ostwestfalen?

MASUD AKBARZADEH: Weiß ich nicht mehr, das ist ja schon so lange her. Mein Anwalt hat gesagt: ’Wenn solche Fragen kommen, sag einfach du kannst dich nicht erinnern’. Nein, ich hatte an dem Tag einen Fernsehauftritt. Wir dachten, ich mache erst mal meinen TV-Auftritt, damit wir Werbung haben und die Leute auf den Geschmack kommen und sagen ’Boah, der ist cool’.

Sie hatten schon einige Fernsehauftritte. Gerade waren Sie beim Comedy Grand Prix auf RTL zu sehen. Kaya Yanar saß in der Jury und hat Sie ne ’coole Sau’ genannt.

MASUD: Hat er?

Ja, hat er. Und er hat Ihnen eine unglaubliche Bühnenpräsenz bescheinigt. Wie gehen Sie mit Lob um?

MASUD: Die Tatsache, dass ich das schon wieder vergessen habe zeigt ja, dass ich bescheiden bin. Ich finde es wichtig, dass man solche Geschichten nicht so ernst nimmt. Es war auch nicht wirklich ein Wettbewerb, weil fast alle, die mitgemacht haben, hauptberuflich Comedians sind. Die Leute sollen Spaß an Comedy haben. Als Künstler geht man raus, erzählt seine Geschichte und wenn es den Leuten gefällt, ist das gut. Wenn nicht, dann mag es vielleicht jemand anders, der gerade zu Hause vorm Fernseher sitzt.

Gewinnen ist für Sie also zweitrangig.

MASUD: Ja. Es geht mir darum, auf die Bühne zu gehen und eine Geschichte zu erzählen. Es ist schön, wenn Leute zuhören. Ich lebe meinen Traum mit der Stand-Up Comedy. Das ist genau mein Ding, ich könnte nichts anderes machen.

Wann haben Sie Ihr Talent entdeckt, andere zum Lachen zu bringen?

MASUD: Eigentlich schon in der Grundschulzeit. Als Kind war ich total schüchtern, habe kaum etwas gesagt. Irgendwann kam die Zeit, wo ich zum Taekwondo geschickt wurde. Ich weiß nicht ob es daran liegt, aber da bin ich aus mir herausgegangen. Auf meinem Grundschulzeugnis in der zweiten Klasse stand ’Masud unterhält die Mitschüler mit Geschichten von seinem Wochenende’.

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