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Löhne Investitionen in das Klärwerk

2014 stehen Baumaßnahmen für mehr als eine halbe Million Euro an / Schwerpunkt: Austausch der Klärschlammentwässerung

VON DIRK WINDMÖLLER
03.01.2014
Vom Faulturm aus bietet sich ein guter Blick auf das Klärwerk. - © FOTO: DIRK WINDMÖLLER
Vom Faulturm aus bietet sich ein guter Blick auf das Klärwerk. | © FOTO: DIRK WINDMÖLLER

Löhne. Größere Investitionen planen die Wirtschaftsbetriebe im Jahr 2014 unter anderem in die Kläranlage.

Größte Position ist der Austausch der maschinellen Klärschlammentwässerung. Dafür sind für das Jahr 2014 rund 450.000 Euro eingeplant. Die Investition drängt, weil die alte Anlage zwar noch einmal repariert werden konnte, jedoch in absehbarer Zeit ausfallen wird.

Im Löhner Klärwerk fallen täglich 90 Kubikmeter Klärschlamm an. Dieser wird in einem Speicher zwischengelagert. Dieser Schlamm ist flüssig und wäre so in der Landwirtschaft nicht verwendbar.
"Daher wird der Schlamm mit Hilfe eines Dekanters unter Hinzugabe einer Chemikalie und hoher Zentrifugalkräfte entwässert", heißt es in der Verwaltungsvorlage. Der Effekt kann sich sehen lassen. Die Menge des Klärschlamms wird von 33.000 Kubikmeter auf 3.400 Tonnen jährlich reduziert. Der feste Schlamm wird in Container verladen und abgefahren.

Kernstück der Anlage ist der Dekanter. Der ist in die Jahre gekommen und hat seit seiner Inbetriebnahme 1998 rund 22.700 Betriebsstunden absolviert. Es war schon länger geplant, die Maschine 2014 zu ersetzen. Der Verbrauch von Chemikalien und Energie ist zu hoch.

Rund 155.000 Euro werden in eine neue Leit- und Steuerungstechnik im Klärwerk investiert. Ausgetauscht werden sollen Server und Hardware.

Auch in den Hochwasserschutz wird Geld gesteckt. Die Kläranlage soll auch dem berühmten hundertjährigen Hochwasser standhalten. Nachdem bereits für den äußeren Hochwasserschutz durch Deiche gesorgt wurde, geht es 2014 um den internen Hochwasserschutz. So sollen elektrische Verteilungs- und Schaltanlagen gegen eindringendes Wasser geschützt werden. Dafür stehen 60.000 Euro in der Planung.

Geld fließt auch in die Wärmeversorgung des Klärwerks. Die Wärme, die im Klärwerk auch für den Faulturm der Anlage gebraucht wird, wird durch zwei Blockheizkraftwerke und einen Heizkessel als Reserve erzeugt.

Das System sorgt dafür, dass im Faulturm immer eine Temperatur von 55 Grad herrscht. Weitere Energieabnehmer sind das Betriebsgebäude mit Warmwasseraufbereitung sowie die Chemiekalientankanlage.

Jetzt soll der alte Kessel aus dem Jahr 1985 ersetzt werden und es ist geplant, die Heizkreise von Faulturm und den anderen Abnehmern zu trennen. Investiert werden sollen dafür insgesamt 410.000 Euro.