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Eingeworfen wird oberhalb, wie Bürgermeister Michael Berens (l.) und Dennis Kleewald vom Bauamt zeigen, gesammelt wird das Glas unterirdisch. - © Jens Reddeker
Eingeworfen wird oberhalb, wie Bürgermeister Michael Berens (l.) und Dennis Kleewald vom Bauamt zeigen, gesammelt wird das Glas unterirdisch. | © Jens Reddeker

Kirchlengern Eine gute Idee? SPD will Altglas-Container eingraben

Die SPD-Fraktion möchte Einsatzmöglichkeiten prüfen lassen. In anderen Gemeinden in Ostwestfalen-Lippe gibt es schon positive Erfahrungen.

Katharina Eisele
03.04.2021 | Stand 06.04.2021, 21:04 Uhr |

Kirchlengern. "Immer wieder gibt es im Gemeindegebiet Ärger und Beschwerden über die Standorte der Altglascontainer", schreibt die SPD in einer Pressemitteilung. Lärmbelästigung, die Vermüllung der Standorte und auch der Wespenbefall würden nicht zu einem attraktiven Erscheinungsbild beitragen. "Ein großer Teil dieser Beschwerden könnte durch sogenannte Unterflurcontainer vermieden werden", glaubt die SPD.

Unterflurcontainer werden seit Jahrzehnten in Holland erfolgreich eingesetzt, aber auch in Deutschland finden sie immer häufiger Anwendung. Zur Zeit rüstet die Kommune Hövelhof einen neuen Standort mit dieser Technik aus. In einem Pilotprojekt teilen Gemeinde und Entsorger sich dort die Kosten dieser Technik.

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„Die Vorteile liegen auf der Hand. Da das Altglas in einen unterirdischen Behälter fällt, liegen die Lärmemissionen nahe null. Zudem werden Standorte mit dieser Technik deutlich weniger vermüllt, da der Sichtschutz des Altglascontainers nicht mehr gegeben ist. Aus dem Boden ragen lediglich etwa mülltonnengroße Stutzen, die auch optisch ansprechender sind. Durch diese Bauart können auch Kinder und Rollstuhlfahrer die Einwurföffnung erreichen", erläutert Ratsmitglied Ingo Scheiding die Technik.

Container werden dadurch größer

„Ein weiterer Vorteil ist die um das Dreifache größere Aufnahmemenge der Unterflurcontainer, die Standorte müssen also deutlich seltener angefahren werden und haben in Zeiten größerer Glasabfallmengen, wie dem Jahreswechsel, mehr Reservekapazitäten.

Und da es sich um ein geschlossenes System handelt, gibt es auch weniger Geruchsbelästigung und weniger Probleme mit Wespenbefall", ergänzt SPD-Fraktionschef Oliver Lüking, wobei er auch darauf hinweist, dass nicht jeder Standort zur Umrüstung geeignet sein wird. „Durch die anfallenden Erdarbeiten und des größeren Platzbedarfs bei der Entleerung (die Container werden aus der Erde gehoben) ist diese Technik eher für neue Plätze optimal, wobei kriti-sche Standorte, wie zum Beispiel der an der Grundschule Stift Quernheim, ebenfalls in eine Prüfung mit einbezogen werden sollten".

Ingo Scheiding und Oliver Lüking zeigen sich überzeugt, dass diese Technik die derzeitigen Probleme mit den traditionellen Altglascontainern erheblich reduzieren könnte.

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