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Noch läuft die Baumaßnahme: Das Gerätehaus Nord in Stift Quernheim wird erneuert. Im Moment läuft der Umabu der alten Fahrzeughalle zu Umkleiden. - © Niklas Krämer
Noch läuft die Baumaßnahme: Das Gerätehaus Nord in Stift Quernheim wird erneuert. Im Moment läuft der Umabu der alten Fahrzeughalle zu Umkleiden. | © Niklas Krämer

Kirchlengern Feuerwehr-Gerätehaus in Stift Quernheim wird teurer: Das sind die Gründe

Bislang wurde mit Kosten von etwa 506.000 Euro geplant. Wie kam es nun zu der Steigerung? Mitte Dezember soll das neue Gerätehaus Nord endgültig fertig sein

Niklas Krämer
09.11.2019 | Stand 08.11.2019, 19:33 Uhr

Kirchlengern. Die Arbeiten am Feuerwehrgerätehaus in Stift Quernheim laufen schon eine ganze Weile. Momentan wird die alte Fahrzeughalle zu Umkleiden umgebaut. Nun ist klar, dass die Maßnahme teurer wird. Die Mehrkosten liegen bei 47.800 Euro. Diese Summe muss nachfinanziert werden. Dafür machte jetzt der Hauptausschuss den Weg frei. Bei einer Enthaltung stimmten die Ausschuss-Mitglieder dafür, dass zur Deckung der Kosten eine Maßnahme aus dem Haushalt herangezogen wird, die in diesem Jahr nicht mehr ausgeführt wird. Zwei Überraschungen sorgen für Kostensteigerung Bislang wurde mit Kosten von etwa 506.000 Euro geplant. Wie kam es nun zu der Kostensteigerung? Karl-Heinz Saße, Fachbereichsleiter Planen, Bauen und Technische Dienste, nannte als Erklärungen „zwei Überraschungen". Bei den Abbrucharbeiten habe es Mehrkosten aufgrund von ölhaltigem Boden- und Abraummaterial gegeben. „So wurde unterirdisch ein Behälter gefunden. Und keiner wusste, was das überhaupt ist", erklärte Saße. Die Entsorgungskosten für den ölhaltigen Boden schlagen mit rund 22.700 Euro zu Buche, die für den Tank mit rund 11.100 Euro. Zudem haben sich die Abbruchkosten ohnehin um 7.000 Euro erhöht. Zunächst wurde versucht, diese zusätzliche Kosten durch Einsparungen innerhalb der Maßnahme zu decken. Doch das sei nicht möglich gewesen. Dann gab es laut Saße noch eine weitere Überraschung. Im Altbau wurde nach dem Entfernen des Bodenbelags festgestellt, dass der Estrich nicht ausreichend tragfähig sei. Er reiche nicht aus, um die neuen Trennwände zu tragen. „Im Außenbereich haben wir zudem eine alte Dränage-Leitung gefunden", sagte Saße. Dort müsste ein zusätzlicher Schacht gelegt und installiert werden. Die Mehrkosten hierfür belaufen sich auf nochmals etwa 7.000 Euro. Saße hatte auch eine positive Nachricht. „Mitte Dezember soll das neue Gerätehaus Nord endgültig fertig sein", so der Fachbereichsleiter. Ursprünglich war ein Termin im Sommer angepeilt worden. Nach Auskunft der Gemeindeverwaltung nutzt die Löschgruppe Kirchlengern-Nord auch während der Umbauarbeiten ihr Gerätehaus – jedoch behelfsmäßig. Das soll sich bald ändern. UWG fragt nach Photovoltaik-Anlage Michael Schmale (UWG) machte sich Gedanken, ob nicht noch mehr Kosten auf die Gemeinde zukommen könnten. Er verwies auf einen Beschluss aus dem Jahr 2004, dass bei allen Neubauten geprüft werden solle, ob sie mit einer Photovoltaik-Anlage ausgestattet werden sollen. „So wurde es beim Gebäude des Bauhofs gemacht", so Schmale. Dort wurden im Jahr 2012 Solarpaneele auf dem Dach installiert, die die Sonneneinstrahlung in Strom umwandeln. „Eine Photovoltaik-Anlage lohnt sich vor allem, wenn ich hauptsächlich eine Eigennutzung habe", erklärte Saße daraufhin. Dies sei der Grund, warum eine PV-Anlage beim Gerätehaus Nord nicht weiter verfolgt worden sei. Auch Kämmerer Stefan Junkermann wies auf die Unwirtschaftlichkeit hin.

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