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Erich Kästner-Gesamtschule: Projektleiterin Peggy Freudenreich und Bürgermeister Rüdiger Meier inmitten der Elektroarbeiten an der Küche. - © Madeline Hunfeld
Erich Kästner-Gesamtschule: Projektleiterin Peggy Freudenreich und Bürgermeister Rüdiger Meier inmitten der Elektroarbeiten an der Küche. | © Madeline Hunfeld

Die vorletzte Sanierung an der Erich-Kästner-Gesamtschule in Kirchlengern

Nach den vergangenen Renovierungsarbeiten werden nun Teile des Erdgeschosses erneuert. Für 2020 ist dann der letzte Bauabschnitt geplant.

Madeline Hunfeld
27.07.2019 | Stand 27.07.2019, 13:47 Uhr

Kirchlengern. Mehr als zehn Jahre ist es mittlerweile her, dass der Startschuss für die Sanierungsmaßnahmen an der Erich Kästner-Gesamtschule in Kirchlengern (EKG) fiel. Während der diesjährigen Sommerferien werden nun die Räume und Flure im Erdgeschoss Süd saniert, darunter auch die schuleigene Küche. Wenn alles nach Plan läuft, ist dies die vorletzte Sanierung der Innenräume. Im Jahr 2008 sah die EKG im Vergleich zum heutigen Stand noch ganz anders aus: Undichte Fensterrahmen, verbeulte Decken-Paneelen, keine Lüftungsanlage. Doch in den vergangenen Jahren hat sich einiges in der Schule getan. So wurde beispielsweise die Außenfassade gedämmt, der Toilettenbereich erneuert und die Heizungsanlage ersetzt. In den Räumen des Obergeschosses befindet sich zudem seit dem vergangenen Sommer eine neue Deckenverkleidung mit moderner Beleuchtungsanlage. „Wir sind auf präsenz- und lichtfühlergesteuerte LED-Leuchten umgestiegen. Sie passen ihre Lichtstärke dem Tageslicht an, wodurch sie beispielsweise bei hohem Lichteinfall gedimmt werden", sagt Projektleiterin Peggy Freudenreich von der Gemeinde Kirchlengern. Die Leuchten schalten sich automatisch aus, wenn vergessen wurde, das Licht auszustellen. Um die Schule moderner, heller und energetischer zu gestalten, laufen die Arbeiten weiterhin. Wie Bürgermeister Rüdiger Meier erklärt, spare man mit den Maßnahmen einen Großteil der laufenden Ausgaben für CO2 und Strom ein. „Das gleicht nach einiger Zeit die Kosten für die Sanierung wieder aus – und es kommt vor allem der Umwelt zugute", so Meier. Das ist auch der Grund, weshalb ein Teil der Maßnahmen durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert wird. Das Ministerium möchte im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative die Emission von Treibhausgasen in Unternehmen und Bildungseinrichtungen senken. Neue Elektronik für die Schulküche Im Zuge der energetischen Sanierung werden nun auch Teile des Erdgeschosses mit der neuen Beleuchtung ausgestattet – insgesamt neun Klassen- und Gruppenräume fallen in diesen Bereich. Neben der optimierten Beleuchtung wird hier zudem die Elektroinstallation saniert sowie der Brandschutz den neuesten Standards angepasst. Auch die Schulküche ist Bestandteil der Arbeiten. „In der Lehrküche wird ein Großteil der Elektrik erneuert. Manche Leitungen, wie die der Dunstabzugshauben, sind allerdings noch sehr neu und können bleiben", berichtet Freudenreich. Sie freut sich besonders, dass zwei der am Umbau beteiligten Baufirmen aus Kirchlengern stammen. Die Kosten für die Maßnahmen belaufen sich auf rund 250.000 Euro, wovon 14.500 Euro durch das Bundesministerium gefördert werden. Im Vergleich zur alten Anlage ergibt sich konkret eine jährliche Stromeinsparung von 13.350 Kilowattstunden, das sind insgesamt 75 Prozent. Die CO2-Einsparung für die nächsten 20 Jahre liegt bei 158 Tonnen. Mit den Arbeiten im Erdgeschoss Süd ist die Sanierung allerdings noch immer nicht komplett abgeschlossen. „Da wir den Großteil der Umbauarbeiten nicht im laufenden Schulbetrieb vornehmen können, können wir nur in den Ferien weiterarbeiten. Das dauert länger, aber so stören wir die Schüler nicht während des Unterrichts", erklärt Meier das Fortdauern der Arbeiten. Im kommenden Jahr soll schließlich auch der vordere Teil des Erdgeschosses hinsichtlich der Beleuchtung, der Elektrik und des Brandschutzes renoviert werden. „Das kann noch einmal schwierig werden. Denn im vorderen Bereich befinden sich die Naturwissenschafts- und Technik-Räume, in denen die Elektroinstallation deutlich komplexer ist", so Peggy Freudenreich. Die Projektleiterin hofft, dass der Nordbereich in den nächsten ein bis zwei Jahren fertiggestellt und damit die Sanierung des Schulgebäudes vorerst abgeschlossen werden kann. Die Kosten für die gesamte energetische Sanierung schätzt Rüdiger Meier auf etwa vier Millionen Euro.

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