Die Besuchergruppe innerhalb der Jurte. Fasziniert von Licht und Spiegelung. - © emailgateway
Die Besuchergruppe innerhalb der Jurte. Fasziniert von Licht und Spiegelung. | © emailgateway

Kirchlengern Kulturverein besichtigt das Museum Marta

Führung: Besonders die „mongolische Jurte“ stand im Mittelpunkt des Interesses

Kirchlengern. Willkommen im Labyrinth des Museums Marta waren 18 Mitglieder und Gäste des Vereins Kultur offensiv. Die Besuchergruppe aus Kirchlengern erkundete die sechs Rauminstallationen der aktuellen Ausstellung. Sie wurden sachkundig unterstützt durch Museumsführer Hirmiz Akman. Dabei stand die mongolische Jurte unzweifelhaft im Mittelpunkt des Interesses. Durch 900 Lampen erhellt, bewegte sich die Schar der Kunstgenießer immer wieder staunend durch den von oben bis unten verspiegelten Raum. „Etwas unheimlich", dieser Kommentar unterstrich die Absicht des Künstlers Song Dong, das radikale städtebauliche Wachstum Pekings mit all seinen Folgen für die betroffenen Menschen darzustellen. Alle Bauteile der Jurte sammelte der Künstler auf Abrissbaustellen. Seine Art, auch versteckt Kritik zu üben und zu präsentieren, wie Akman ausführte. Auch die rote Fadeninstallation der Japanerin Chiharu Shiota, die an einen von Spinnweben durchzogenen Dachboden erinnerte, fiel der Besuchergruppe besonders auf. Der Museumsführer und Kunststudent hatte selbst an der Installation mitgearbeitet und konnte die Fragen dazu authentisch beantworten. Laut Künstlerin sind die roten Fäden Blut und zugleich Symbole für zwischenmenschliche Beziehungen. Das Werk soll so zum Nachdenken anregen. Den verschlungenen Weg durch die Marta-Ausstellungsräume und deren Installationen meisterte die Besuchergruppe manchmal staunend, gelegentlich bedrückt und nachdenklich, doch immer mit großem Interesse.

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