In Löhne: Durch diese Rohre fließt das Abwasser in die Kläranlage. Das Mittlere ist für das Abwasser aus Kirchlengern. - © Foto: Barth
In Löhne: Durch diese Rohre fließt das Abwasser in die Kläranlage. Das Mittlere ist für das Abwasser aus Kirchlengern. | © Foto: Barth

Kirchlengern Neue Technik für den Untergrund

Abwasser: Die zentrale Störmeldetechnik ist in die Jahre gekommen. Der Fachausschuss berät in der nächsten Sitzung über eine Erneuerung

Niklas Krämer

Kirchlengern. Die zentrale Störmeldetechnik im Abwasserbereich der Gemeinde Kirchlengern ist in die Jahre gekommen und muss erneuert werden. Die Kosten dafür liegen bei etwa 170.000 Euro. Die Mitglieder des Ausschusses für Abwasserangelegenheiten werden in der Sitzung am Montag, 17. September, ab 19 Uhr darüber beraten. Die zentrale Störmeldetechnik wurde vor vielen Jahren beim Bau der Druckrohrleitungen zur Löhner Kläranlage eingerichtet. Zur Erklärung: Abwässer aus den Ortsteilen von Kirchlengern werden über diese Druckrohrleitungen nach Löhne gepumpt und dort gereinigt. Diese Störmeldetechnik muss jetzt erneuert werden: Davon ist einerseits Software, die laut Beschlussvorlage zwar immer wieder durch Aktualisierungen nachgebessert wurde, betroffen. Andererseits ist aber vor allem die Hardware, die in den Unterstationen verbaut ist und die Signale zur Zentrale weiterleitet, nicht mehr zeitgemäß. "Die dort verdrahteten Bauelemente sind mittlerweile so alt, dass es hierfür keine Ersatzteile mehr gibt - und die Technik hat sich gerade in diesem Bereich erheblich weiterentwickelt", heißt es in der Vorlage weiter. Störungen und Daten werden übermittelt Die Erneuerung sei notwendig: Denn nicht nur Störungen werden durch die zentrale Übertragungseinrichtung übermittelt, sondern auch viele wichtige Daten. Diese müssen laut Beschlussvorlage den Aufsichtsbehörden in regelmäßigen Abständen vorleget werden. Denn gemäß der Selbstüberwachungsverordnung für Abwasseranlagen sind Betreiber von Pumpstationen, Regenüberlaufbecken und Stauraumkanälen eines Kanalisationsnetzes dazu verpflichtet, kontinuierlich aufzeichnende Wasserstandsmessgeräte einzubauen. "Ebenfalls sind hierzu vielfältige Dokumentationspflichten von den Kommunen zu erfüllen", heißt es weiter. Dazu zählen unter anderem die Auswertungen von Füllständen und Benutzungszeiten, der Überlaufmengen oder der Überlaufdauer. Diese gesammelten Informationen müssen die Kommunen vorhalten und auf Anfrage an die Aufsichtsbehörden übermitteln. Außerdem muss die Gemeinde einmal im Jahr einen sogenannten Selbstüberwachungsbericht Kanal erstellen - auch hierbei ist die konkrete Erfüllung der Normen wichtig. Laut Vorlage droht ansonsten der Verlust der Wasserrechte sowie der Befreiung von der Abwasserabgabe. In der Sitzung wird das Ingenieurbüro Herrndörfer aus Bad Oeynhausen die Planungen zur Erneuerung der Störmeldetechnik erläutern. Im Moment werden die Hauptpumpstationen in Stift Quernheim und Häver erneuert. Diese Maßnahme kostet mehr als zwei Millionen Euro.

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