Im Taxi: Schülerinnen und Schüler des 9. Jahrgangs zeigen ein Improvisationsstück. - © Marie Sofie Horstmann
Im Taxi: Schülerinnen und Schüler des 9. Jahrgangs zeigen ein Improvisationsstück. | © Marie Sofie Horstmann

Kirchlengern Schüler der Gesamtschule spielen Improtheater

Das Publikum wirkte mit

Kirchlengern. Spontan sein, auf den anderen eingehen können und mit dem Publikum agieren - das ist das Konzept des Improvisationstheaters, kurz Improtheater. Am Freitagabend zeigten elf Schülerinnen und Schüler im Forum der Erich-Kästner-Gesamtschule in Kirchlengern mit Unterstützung von zwei Theaterpädagogen ihr Können auf der Bühne. Die Theaterpädagogen Alix Heselhaus und Andreas Strietzel aus Münster waren über 10 Jahre selbst Teil einer Improvisationsgruppe und geben jetzt gemeinsam Workshops. Für die Vorstellung am Abend probten die Pädagogen vier Stunden mit den Mädchen und Jungen des 9. Jahrgangs. "Alle haben sehr gut mitgearbeitet, es hat sehr viel Spaß gemacht", sagt Alix Heselhaus. Die 34-Jährige betont, dass es wichtig sei, spontan und offen gegenüber der Situation zu sein. "Es stärkt auch das Selbstbewusstsein, bringt Spaß und hilft auf andere einzugehen und nicht so egoistisch zu sein." Das Publikum ist beim Improvisationstheater ein wichtiger Teil, der mitwirkt, das wurde zu Beginn der Aufführung deutlich. Denn das Publikum wurde aufgefordert, sich mit den Darstellern aufzuwärmen. Hierfür wurde sich immer schneller auf die Oberschenkel geklatscht und dann dreimal in die Hände. Danach zeigten die Schülerinnen und Schüler ihr eigenes Improvisationsstück in einer Taxisituation. »Meine Erwartungen wurden übertroffen« Mit dabei waren auch die Schülerinnen Berit Osthoff und Svenja Fischer. Sie sagten, es mache viel Spaß, auf der Bühne zu improvisieren. "Meine Erwartungen wurden übertroffen. Theater finde ich eher langweilig," sagt Svenja. "Es ist viel interessanter und es gibt kein Falsch, da dein Partner spontan auf alles reagieren muss", ergänzt Berit. Organisiert wurde der Workshop von der Gemeinde Kirchlengern und dem Verein Kultur offensiv. "Es soll jährlich für den Jahrgang 9 als freiwillige AG angeboten werden. Es ist wichtig, dass die Jugendlichen gesehen werden", sagt Astrid Neuhäuser, Vorsitzende des Kulturvereins. Am Ende zeigten die beiden Theaterpädagogen auch alleine ein Improvisationstheater, wobei das Publikum über Ort, Stimmung, Beruf und die Handlung bestimmen durfte. Neuhäuser sagt abschließend: "Es war sehr schön und die Jugendlichen finde ich mutig."

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