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Lernten jeden Tag etwas dazu: Die Schüler der Erich-Kästner-Gesamtschule in Frankreich. Fotos: Nadine Polifka|| - © EKG
Lernten jeden Tag etwas dazu: Die Schüler der Erich-Kästner-Gesamtschule in Frankreich. Fotos: Nadine Polifka|| | © EKG

Kirchlengern/Vassy Erich-Kästner-Gesamtschule: Der Duft von Frankreich

Frankreichaustausch: Das französische Dorf war Ziel eines Schüleraustauschs der Erich-Kästner-Gesamtschule. Ein spezieller Geruch erinnert die Schüler jeden Tag daran

23.03.2018 | Stand 22.03.2018, 19:07 Uhr

Kirchlengern/Vassy. 26 Schüler der Erich-Kästner-Gesamtschule reisten kürzlich mit dem Reisebus in die Normandie nach Vassy. Das kleine französische Dorf liegt in der Nähe der Städte Vire und Flers. Begleitet wurden die Schüler von den beiden Lehrerinnen Nadine Polifka aus Kirchlengern und Frau Bitter aus Bünde. Nach einer 14-stündigen Fahrt und der Überquerung der Brücke "Pont de Normandie", bei der ein wunderschöner Sonnenuntergang am Rande der Seine zu sehen war, kamen die Schüler am Collège Anne Frank in Vassy an. "Wir wurden sehr herzlich empfangen, die Gastfamilien warteten bereits gespannt auf dem Parkplatz und die französischen Austauschschüler rannten auf unseren Bus zu und nahmen ihren deutschen Austauschpartner mit nach Hause", heißt es in einer Mitteilung der Schule. In der Schule standen dann einige Aufgaben und Übungen an. Und sogar beim Essen in der Mensa probten die Jugendlichen ihren neuen Wortschatz. Es wurde nie langweilig Das Wochenende verbrachten die Schüler in ihren Gastfamilien. Viele Schüler besuchten mit ihren Gastfamilien die Abtei Mont-Saint-Michel auf einer felsigen Insel im Wattenmeer der Normandie. Andere besuchten eine Couscousparty, gingen zum Pferde- oder zum BMX-Rennen, besuchten die Party der Freiwilligen Feuerwehr, spielten Bingo und vieles mehr. Eine Schülerin hatte großes Glück und gewann beim Bingo ein Tablet. Auch im Schulalltag wurde es nicht langweilig: Am Montag fuhren die Schüler mit dem Bus zu einem pädagogischen Bauernhof, um dort in deutsch-französischen Kleingruppen zehn Stationen zu besuchen. Es wurden verschieden Tiere gefüttert, Brot gebacken, Apfelsaft produziert, es wurde im Gemüsegarten gearbeitet, eine Suppe wurde gekocht und vieles mehr. Eine Attraktion war das vietnamesische Schwein "Noufnouf", das gefüttert und gestreichelt werden durfte. Dienstag folgte ein Tag am Collège. Die Schüler nahmen an drei Unterrichtsstunden teil und erlebten, wie in Frankreich unterrichtet wird. Im Anschluss daran besuchten alle wieder in gemischten Kleingruppen den Markt von Vassy und führten Interviews mit verschiedenen Marktverkäufern und Händlern. Am Mittwoch stellten alle erschrocken fest, dass schon die Rückfahrt nahte. Es fanden noch Abschlussspiele und eine kurze Reflexion statt und der Nachmittag wurde in den Familien verbracht, um die Rückfahrt vorzubereiten oder um noch einige Städte und Sehenswürdigkeiten zu besuchen. Der Geruch von Camembert Der Abschied fiel vielen Schülern am Donnerstagmorgen schwer, denn es hatten sich schnell feste Freundschaften entwickelt. Gut, dass es Whats- App, Snapchat und Co gibt, so dass die Schüler weiterhin regelmäßig miteinander kommunizieren können. "Auf der Rückfahrt begleitete uns der Geruch von Camembert, den fast jeder als Mitbringsel gekauft oder geschenkt bekommen hat und dessen Geruch sich im warmen Bus entfaltete", heißt es weiter. Und: "Da er allen so gut geschmeckt hat, nahmen wir dies gerne in Kauf." Der Geruch des Camembert in einigen Schultaschen würde alle Schüler noch an die Zeit in der Normandie erinnern. "Wir freuen uns schon sehr auf den Gegenbesuch am 7. Juni und hoffen, dass die Zeit bis dahin schnell vergeht".

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