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Kirchlengern Reisende Betrüger auf der Bundesstraße

"Autobahngold" nichts weiter als wertloser Schmuck

26.05.2014 | Stand 26.05.2014, 18:23 Uhr

Kirchlengern. Am Freitag- und Samstagnachmittag waren Betrüger aus Südosteuropa  auf der B 239 in Kirchlengern aktiv. Sie täuschten laut Polizei mit ihren Fahrzeugen, die Kennzeichen aus Hamburg und Duisburg hatten, eine Notlage vor mit dem Ziel, anhaltende hilfsbereite Verkehrsteilnehmer übers Ohr zu hauen.

Unter dem Vorwand, sie benötigten dringend Bargeld, um zu tanken oder den Schaden am Fahrzeug zu reparieren, wurde den Opfern angeblicher Goldschmuck angeboten. Eine 42-jährige Frau aus Rahden fiel nicht auf diese unter dem Begriff "Autobahngold" gefasste Betrugsmasche herein. Sie notierte sich Einzelheiten zu den Tätern und informierte die Polizei.

Eine 43-Jährige Kirchlengeranerin war gutgläubig und fuhr mit den Tätern sogar zu einem Geldautomaten, um Bargeld für die Betrüger abzuheben. Sie erhielt dafür wertlosen Schmuck. Die Polizei Herford weist darauf hin, dass es beim "Autobahngold" um gestempelten, aber unechten Schmuck geht, der hauptsächlich auf Autobahnen und Tank- und Raststätten zunächst als Pfand oder zum Kauf angeboten wird.

Die Täter nutzen hierbei die Hilfsbereitschaft vieler gutgläubiger Menschen aus. Häufig täuschten sie eine Panne oder Benzinmangel vor und würden die hilfsbereiten Menschen um Geld bitten. Im Gegenzug bieten sie den Opfern ein angeblich "wertvolles Schmuckstück" zum "lukrativen" Tausch oder als Pfand an. "Die Täter erhalten das Geld, verlassen die Örtlichkeit und kehren nie wieder zurück", so die Polizei. Der "wertvolle Schmuck", der als Pfand oder als Tausch zurückgelassen wurde, entpuppt sich als billiger Modeschmuck mit gefälschtem Feingehaltsstempel.

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