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Mitten im Schweichelner Wald haben sich die Kinder des Evangelischen Kindergartens Hiddenhausen einen Unterstand gebaut. Von dort haben sie einen schönen Blick über Lippinghausen. Eine Woche lang waren sie jeden Tag im Wald. - © FOTO: DOHNA
Mitten im Schweichelner Wald haben sich die Kinder des Evangelischen Kindergartens Hiddenhausen einen Unterstand gebaut. Von dort haben sie einen schönen Blick über Lippinghausen. Eine Woche lang waren sie jeden Tag im Wald. | © FOTO: DOHNA

Hiddenhausen Der Wald macht müde

Kinder des Evangelischen Kindergartens Hiddenhausen waren eine Woche draußen

VON THOMAS DOHNA
21.04.2013 | Stand 19.04.2013, 19:45 Uhr

Hiddenhausen. Der Junge ist völlig fertig. Er steht in dem von den Kindern des evangelischen Kindergartens Hiddenhausen gebauten Unterstand. Eine Woche war er jeden Tag im Schweichelner Wald. So viel Natur und frische Luft an so vielen Tagen hintereinander, diese Erfahrung ist nicht nur für den Jungen neu und anstrengend.

Noch findet der vierjährige Jonas den letzten Vormittag der Waldwoche des Kindergartens richtig gut. Es ist ja auch noch nicht Mittag. "Dann sind alle Kinder richtig müde", sagt Silke Heller-Staege, Leiterin des Kindergartens. Jonas kratzt morsches Holz aus einem Baumstumpf und baut daraus ein Nest für eine Maus. An einem Tag in der Woche war ein Mitarbeiter der biologischen Station Ravensberg bei den Kindern im Wald. Sie lernten den Umgang mit der Lupendose und begingen den Spürnasenpfad, um etwas über den Wald und seine Bewohner zu lernen. Sie frühstückten im Wald und bauten sich Hütten.

Jonas’ Mutter Katja Wippermann findet es schön, die Kinder beim Spiel im Wald zu beobachten. "Man kann so deutlich sehen, welches Kind Erfahrung hat mit der Bewegung in der Natur und welches Kind immer wieder stolpert und sich hier noch nicht so richtig bewegen kann."

Es ist keinerlei Spiel- oder Werkzeug da, dennoch finden die Kinder immer irgendetwas, mit dem sie etwas tun können. "Darf ich den nehmen?", fragt ein Mädchen. Sie zeigt Wippermann einen für das Mädchen ziemlich großen und ziemlich schweren Ast. Damit will es den Boden bearbeiten. "Ja, darfst Du", sagt Wippermann, der Ast lag auf dem Waldboden und war nicht von dem Mädchen von einem Baum oder Strauch abgerissen worden.

Zum ersten Mal waren alle Gruppen des Kindergartens eine ganze Woche im Wald, eine Gruppe im Schweichelner Wald, eine im Bustedter Holz. "Das werden wir wiederholen", kündigt Heller-Staege an. Die Kühle und der Wind im Wald auf dem Schweichelner Berg haben haben die Kinder dank winddichter Kleidung gut weggesteckt, sagt Heller-Staege.

Der Junge in der Hütte beruhigt sich schnell. Eine Erzieherin führt ihn zu den anderen Kindern. Da spielt er bald, als wäre nichts gewesen.

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