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Bereits Ende März hatte die Gemeinde Hiddenhausen eine Wohnung im Treffpunkt Schweicheln für ukrainische Flüchtlinge hergerichtet. - © Phyllis Frieling
Bereits Ende März hatte die Gemeinde Hiddenhausen eine Wohnung im Treffpunkt Schweicheln für ukrainische Flüchtlinge hergerichtet. | © Phyllis Frieling

Integrationsrat Hiddenhausen rechnet mit Aufnahme von weiteren Geflüchteten

Das Land habe signalisiert, dass die Erstaufnahmeeinrichtungen voll sind und die Kommunen mehr aufnehmen müssen. Kernaufgabe bleibe die Wohnraumvermittlung.

Björn Kenter
26.10.2022 , 14:00 Uhr

Hiddenhausen. Die Zahl der Geflüchteten wird laut Jörg Luttmann, Leiter des Amtes für Wohnen und Soziales, voraussichtlich wieder steigen. „Das Land NRW hat darauf hingewiesen, dass die Erstaufnahmeeinrichtungen voll sind und die Kommunen wieder Geflüchtete aufnehmen müssen. Wir sind also in Lauerstellung“, fasste der Amtsleiter die Situation zusammen. Kernaufgabe bleibe daher die Wohnraumvermittlung. Bislang seien sechs Vermittlungen erfolgreich gewesen, so Luttmann.

Als Puffer steht das ehemalige Verwaltungsgebäude der Gas- und Wasserversorgung zur Verfügung. „Das hatten wir im Frühjahr vorbereitet, aber zum Glück nicht gebraucht“, so Luttmann. „Das wäre nur ein Kompromiss, aber es beruhigt uns, dass wir das haben“, ergänzte der Amtsleiter.

273 Geflüchtete in den Unterkünften der Gemeinde

In den Unterkünften der Gemeinde sind 273 Menschen in 22 Häusern und 24 angemieteten Wohnungen untergebracht. 115 davon kommen aus der Ukraine, dazu kommen zehn afghanische Ortskräfte, zehn Wohnungslose und 138 Geflüchtete aus anderen Nationen. Insgesamt befinden sich derzeit 205 Menschen aus der Ukraine in Hiddenhausen, einige von ihnen sind privat untergekommen. Derzeit könne die Gemeinde aus der Ukraine nur noch Eltern, Kinder oder Geschwister von bereits hier wohnenden Personen aufnehmen, sagte Jörg Luttmann.

69 schulpflichtige Kinder, davon 63 aus der Ukraine, wurden den Schulen seit dem 1. Februar dieses Jahres zugewiesen. Von einer Kita aufgenommen wurden 23 Kinder, davon 20 aus der Ukraine. Sollte die Zahl der Geflüchteten steigen, könnte die schnelle Zuweisung der Kinder in Schulen und Kitas schwierig werden, ergänzte Marie Joëlle Chaput. Hier arbeiteten die Jugendämter an einer Lösung des Problems.

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