Warnschilder: Sie sollen nach der Sanierung hinfällig werden. - © Eike J. Horstmann
Warnschilder: Sie sollen nach der Sanierung hinfällig werden. | © Eike J. Horstmann

Hiddenhausen Schweichelner Straße wird breiter, grüner und sicherer

2,9 Millionen Euro sind für das Projekt veranschlagt, von dem vor allem der Radverkehr profitieren wird. Denn die Autos werden nicht nur durch bauliche Maßnahmen ausgebremst.

Hiddenhausen. Wenn am Montag in einer Woche der Gemeindeentwicklungsausschuss der Gemeinde Hiddenhausen zusammenkommt, wird ein Punkt auf der Tagesordnung vor allem in Sachen Investitionsvolumen deutlich hervorstechen: Mit rund 2,94 Millionen Euro Baukosten schlägt die geplante Sanierung der Schweichelner Straße zwischen dem Kreisel an der Bünder Straße und der Bundesstraße 239 zu Buche. Doch bevor die Kommunalpolitiker beim Blick auf die große Summe noch größere Augen kriegen, kann Alexander Graf, Leiter des Amtes für Gemeindeentwicklung, umgehend beruhigen: Aus der Hiddenhauser Kasse muss nur ein kleiner Teil des Geldes entnommen werden. Nicht nur, dass sich die Gemeinde bereits frühzeitig – und erfolgreich – darum bemüht hat, für die Sanierung des gut zwei Kilometer langen Straßenstücks finanzielle Unterstützung vom Land zu erhalten: Zusätzlich hatte das Land NRW unlängst den Grundfördersatz für den kommunalen Straßenbau von 65 auf 75 Prozent erhöht, wodurch Düsseldorf rund 2,2 Millionen Euro der Kosten übernimmt. „Das macht sich schon bemerkbar", freut sich Graf über die höhere Förderung. „Das verbleibende Viertel ist aber trotzdem noch eine ganze Menge für die Gemeinde." Bürger werden in zwei Info-Veranstaltungen über die Pläne informiert Dennoch geht er davon aus dass der Ausschuss in seiner nächsten Sitzung grünes Licht für die weiteren Planungsleistungen geben wird. Denn dann kann es von der Planung nahezu ungebremst in Richtung „Ausführungsphase" der Straßensanierung gehen. Den Sommer über werden die Pläne noch einmal bis ins Detail konkretisiert und den Bürgern im September in einer Info-Veranstaltung vorgestellt. Im November erfolgen die Ausschreibungen, im Dezember sollen dann die Aufträge vergeben werden. Wenn dabei dann alles glatt geht – mit Blick auf die derzeitige Auslastung im Baugewerbe keine Selbstverständlichkeit – soll im Februar 2020 eine weitere Info-Veranstaltung über die konkrete Umsetzung der Baumaßnahme informieren, ehe dann im März 2020 die Bagger rollen können. „Geplant ist eine Bauzeit von etwa einem Jahr" sagt Alexander Graf. Fahrbahn wird erneuert und auf 7,80 Meter verbreitert Zu erledigen ist in der Tat eine Menge. Die Fahrbahn wird auf 7,80 Meter verbreitert und erhält eine neue Decke. Der von nach oben drängenden Baumwurzeln praktisch unbrauchbar gemachte Radweg verschwindet, für die Radfahrer wird auf beiden Straßenseiten ein „Schutzstreifen" eingerichtet – bergab 1,50 Meter und bergauf 1,80 Meter breit. „So, wie es heute sein soll", so Graf. Der für die Verbreiterung notwendige Platz wird durch den Wegfall des Gehweges an den Ackerflächen gewonnen, für die Fußgänger steht dann der momentan noch mit den Radfahrern geteilte nördliche Weg dann ganz allein zur Verfügung. Auch die neuen Bäume sollen zukünftig mehr Platz zur Verfügung haben. Der Grünstreifen wird deutlich verbreitert, wodurch auch das Wurzelwerk der Pflanzen weit weniger eingeengt wird als bisher. Letztlich soll auch der Verkehr auf der Schweichelner Straße beruhigt werden. Zum einen soll dies durch Querungshilfen erreicht werden, die Raser ausbremsen. Zum anderen soll die Straße zu einer Innerortsstraße erklärt werden, wo ohnehin nur noch 50 Kilometer pro Stunde erlaubt sind. „Insgesamt sollen die Verkehrsverhältnisse verbessert und damit sicherer gemacht werden", so Graf. Für die Bauarbeiten wird die Schweichelner Straße in Bauabschnitten – zunächst von der B239 bis zur Mitte, dann die zweite Hälfte bis zur Bünder Straße – voll gesperrt, Umleitungen werden eingerichtet.

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