Großartige Musiker: Die Nordwestdeutsche Philharmonie spielte unter der Leitung von Johannes Braun zugunsten des Projekts "Kraftquellen in der Demenz" ein Konzert in der WGE-Aula. - © Stefanie Boss
Großartige Musiker: Die Nordwestdeutsche Philharmonie spielte unter der Leitung von Johannes Braun zugunsten des Projekts "Kraftquellen in der Demenz" ein Konzert in der WGE-Aula. | © Stefanie Boss

Enger Ganz feine Klassik in der Aula des Engeraner Widukind-Gymnasiums

„Kraftquellen in der Demenz“: Benefiz-Konzert der Nordwestdeutschen Philharmonie ermöglicht an Demenz Erkrankten und ihren pflegenden Angehörigen die kostenlose Teilhabe an Kultur, Kunst und Musik

Enger. Unterstützung für Angehörige und Pflegende sowie die Teilnahme am kulturellen Leben für alle – das wollen die „Kraftquellen in der Demenz" auch im Jahr 2019 leisten. Eine ganz besondere Veranstaltung zugunsten des Projekts fand am vergangenen Samstag in der Aula des Widukind-Gymnasiums statt: Ein Benefiz-Konzert der Nordwestdeutschen Philharmonie. „Ich bin überrascht und überwältigt, wie viele Menschen hier heute zusammen gekommen sind", sagte Manuela Schock, Leiterin des Altenheims „Haus Stephanus" in Lippinghausen, die gemeinsam mit dem Leiter des Generationentreffs Enger, Günter Niermann, die „Kraftquellen in der Demenz" ins Leben gerufen hatte. Rund 4.000 Demenzerkrankte gebe es Schätzungen zufolge im Kreis Herford, dazu kämen etwa 10.000 pflegende Angehörige. An sie richten sich Veranstaltungen wie das Benefiz-Konzert, um ihnen die Teilhabe an Kultur, Kunst und Musik kostenlos zu ermöglichen und Abwechslung zu bieten. "NWD muss den Vergleich mit Klangkörpern aus Metropolen nicht zu scheuen" Manuela Schock dankte allen – Betroffenen, Angehörigen, Ehrenamtlichen und anderen Mitarbeitern, die mit Demenzkranken arbeiten -, die sich auf den Weg gemacht hatten. Darüber hinaus den Helfern des GTE, den Mitgliedern der Schützengesellschaft Enger und des Widukind-Chors, die die Aula hergerichtet hatten. Und nicht zuletzt der Ruth und Willi Biermann-Stiftung. Auch Bürgermeister Thomas Meyer richtete das Wort an die Konzertbesucher. „Es ist etwas ganz Besonderes, dieses Konzert erleben zu dürfen", betonte er und hatte auch ein paar Informationen über die NWD zusammengetragen. Als eines von drei Landesorchestern müsse die Nordwestdeutsche Philharmonie mit Sitz in Herford den Vergleich mit Klangkörpern aus Metropolen nicht zu scheuen. Bürgermeister Thomas Meyer wünschte allen Anwesenden weiterhin viel Kraft und ein beeindruckendes Konzerterlebnis. „Streicherserenade e-Moll op. 20" und „Eine kleine Nachtmusik" Und das war es dann auch, als die NWD unter der Leitung von Dirigent Johannes Braun zu spielen begann. Als erstes Stück hatten die Musiker die „Simple Symphony op. 4" von Benjamin Britten und zeigten gleich ihr großes Repertoire und Können mit gestrichenen und beim „Playful Pizzicato" auch gezupften Sätzen. Als Konzertmeisterin spielte Felicia Terpitz, die ihre Violine aus dem Jahr 1793 virtuos erklingen ließ, etwa beim „Violinkonzert E-Dur" von Johann Sebastian Bach. Weitere musikalische Leckerbissen waren die „Streicherserenade e-Moll op. 20" von Edward Elgar und „Eine kleine Nachtmusik" von Wolfgang Amadeus Mozart.

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