Apfelfans: An mehreren Ständen können die Besucher verschiedene Apfelsorten probieren. Der Favorit von Julien (l.) und Tobias war schon vor der Verkostung der "Cox". Zur Sicherheit schmecken sie aber noch einmal. - © Ralf Bittner
Apfelfans: An mehreren Ständen können die Besucher verschiedene Apfelsorten probieren. Der Favorit von Julien (l.) und Tobias war schon vor der Verkostung der "Cox". Zur Sicherheit schmecken sie aber noch einmal. | © Ralf Bittner

Hiddenhausen Ein bunter runder Apfeltag auf dem Obsthof Otte

Aktionstag: Der Obsthof lockt mit seiner Mischung aus Information, Bauernmarkt, Unterhaltung und Leckereien wieder Tausende von Besuchern zum Apfeltag auf Hof und Plantagen

Ralf Bittner

Hiddenhausen. "Einfach Spitze, dass ihr da seid", heißt es in einem Lied, das die Kinder des Evangelischen Kindergartens Hiddenhausen zur Eröffnung des Apfeltages auf dem Obsthof Otte singen. Passender könnte der Text kaum sein, denn schon zur Eröffnung ist klar, dass der Tag wieder Tausende von Besuchern auf das Gelände locken wird. Neben den 15 Ständen des Gastgebers, an denen es wahlweise frisch gepressten Apfelsaft, andere Getränke, natürlich verschiedene Apfelsorten und weitere Leckereien gibt, an denen Führungen über die Plantage oder durch die Lager- und Sortierhalle starten, sind rund 90 weitere Aussteller da. "Die Mischung aus Hoffest und Bauernmarkt kommt an", sagt Charlotte Otte und nimmt gelassen die Meldung entgegen, dass die Fahrradparkplätze voll sind. Da ist es 12 Uhr, und der Apfeltag läuft gerade eine Stunde. "Wir freuen uns, dass die Leute unseren Ratschlag annehmen und mit dem Fahrrad kommen", sagt sie, "aber nicht nur bei der Anreise, auch auf dem Gelände spielen Naturschutz und Information eine große Rolle." Naturschutzorganisationen wie der BUND und der Nabu haben Stände vor Ort, informieren über heimische Fledermäuse, Artenschutz oder darüber, was es beim Bau von Insektenhotels zu beachten gilt. Auch Käse, Mode, Seifen und Fleisch sind zu entdecken Aber auch Käse aus Österreich, Mode aus selbst gefilzter Wolle, handgemachte Seifen, Wildwurst und Fleisch, außerdem Schmuck und Wohnaccessoires sind zu entdecken. "Natürlich ist unser selbst gepresster Apfelsaft, der kanisterweise verkauft wird, ein Renner, aber die Leute interessieren sich mehr als früher für unserer Führungen", sagt Otte: "Und sie fragen auch viel mehr." So sind in einer Ausstellung die Maschinen zu sehen, mit denen auf dem Hof gearbeitet wird. Hydraulische Vollernter ermöglichen den Anbau höherer Bäume, so dass die Fläche effektiver genutzt werden kann. Wie groß das Gelände ist, lässt sich bei Traktorrundfahrten oder beim Ponyreiten durch die bereits abgeernteten Teile der Plantage erahnen. Auf dem weitläufigen Gelände verteilen sich die Besucher. Der Platz am Hof wird zu einer Art Plaza mit Bühne, wo "Die Band" mit Hits im Bigband-Sound aufspielt und Kinderliedermacherin Faryna Eltern und Kinder zum Mitmachen animiert. In der Halle können Kinder Apfelmus kochen In der Halle kochen Kinder unter Anleitung von Marita Hüsemann Apfelmus. Ein paar Meter weiter probieren sich Julien und Tobias durch die zur Verköstigung angebotenen Apfelsorten. "Unsere Lieblingssorte ist Cox", da sind sie sich einig. Im Hofladen wird nicht probiert, sondern verkauft. Die Äpfel gehen tütenweise über den Tresen. "Melba und Gravensteiner sind die Renner, aber auch die Sorten aus unserem biologischen Anbau", sagt Verkäuferin Birgit Grimm. Wer Äpfel nicht nur kaufen, sondern im eigenen Garten anpflanzen möchte, findet in Maik Kornalewski von der Detmolder Gartenbaumschule Krämer einen Ansprechpartner. Einige Bäume werden direkt verkauft, viele Besucher nehmen aber auch Tipps mit, um später im Geschäft zu kaufen. "Seit etwa sechs Jahren komme ich her", sagt er, "wir sind immer zufrieden und sehen tatsächlich einige Leute bei uns in Detmold als Kunden wieder." Neben Unterhaltung, Leckereien und fast volksfesthafter Stimmung funktioniert der Apfeltag auch als Markt.

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